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© blickpixel/pixabay.com
Warum kompliziert schreiben, wenn es auch einfach geht? Dachten sich auch die Mitarbeiter des Amtes für Arbeitsförderung, Statistik und Integration und haben die städtische Förderrichtlinie für die Bezuschussung von Integrationsprojekten und Veranstaltungen in einfache Sprache übersetzt.

Denn die Behördensprache ist zwar rechtssicher, für viele Menschen jedoch nur schwer zu verstehen. Das gilt insbesondere für Menschen mit wenig Deutschkenntnissen.  2018 wurde die Richtlinie, die kleine Zuschüsse für Integrationsprojekte und Migrantenvereine regelt, neu gefasst. Seit 2008 unterstützt die Stadt Initiativen bei der Umsetzung ihrer Projekte.

Die neu „übersetzte“ Förderrichtlinie erklärt einfach und verständlich, welche Regeln für die Beantragung von Projektzuschüssen zu beachten sind. Damit werden  sprachliche Hürden abgebaut und Missverständnisse vermieden.

Dass die Texte jetzt besser verstanden werden, hat der Praxistext bewiesen: Nach der Übersetzung der für den fachunkundigen Leser teilweise komplizierten juristischen  Formulierungen, wurden diese von einer Gruppe von Migrantinnen und Migranten auf Verständlichkeit überprüft.

Die einfache Sprache bewegt sich  zwischen der „leichten Sprache“ und der Standardsprache und entspricht  dem Niveau  B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GERS). Sie richtet sich an alle Menschen, die schnell und prägnant  formulierte Informationen lesen und verstehen möchten. Von ihr profitieren aber auch Menschen, für die Deutsch eine Fremdsprache ist. „Die Einführung von einfacher Sprache und einer damit verbundenen barrierefreien Kommunikation erleichtert allen Menschen eine gleichberechtigte gesellschaftliche und politische Teilhabe. Wir möchten alle Bürgerinnen und Bürger unterstützen und besonders diejenigen, die Deutsch als Zweitsprache erlernt haben und sich informieren oder in ihrem Stadtquartier engagieren wollen“, erklärt Integrationsdezernentin Sabine Groß. „Mit der erstmaligen Übersetzung einer Förderrichtlinie  für die Finanzierung von Integrationsprojekten in einfache Sprache schlagen wir einen Weg ein, den wir als Stadt auch in anderen Bereichen verwirklichen wollen.“

Weitere Informationen gibt es im Amt für Arbeitsförderung, Statistik und Integration bei Simone Lechner unter Telefon 069 8065 2027 oder simone.lechneroffenbachde .

25. Januar 2019

Würfel mit Buchstaben blickpixel/pixabay.com
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