Sprungmarken
Suche
Suche

AIDS, Drogen, sexuell übertragbare Infektionen: Tabuthemen, mit denen die meisten Menschen nichts zu tun haben wollen und über die es schwerfällt, zu sprechen. Ziel der AIDS-Hilfe Offenbach e. V. ist es, über diese Erkrankungen und wie man sich vor ihnen schützen kann, aufzuklären. Mit dem Projekt „My Post“ wendet sich die AIDS-Hilfe an eingewanderte Offenbacher.
Da die heiklen Themen Vertrauen untereinander erfordern und der Kontakt in der Herkunftssprache dabei besonders wichtig ist, erstellen Eingewanderte für Eingewanderte Posts zu den Themen auf der Website der AIDS-Hilfe. Auch Flüchtlinge sind am Projekt beteiligt. Die Beiträge können gesprochene Texte, Lieder, Bilder, Theaterstücke oder Ähnliches sein. Beiträge sind bisher in 10 Sprachen bereits erschienen, zum Beispiel in italienischer und amharischer Sprache. Amharisch wird in Äthiopien, Eritrea und Dschibuti gesprochen. Dabei kommt es dem Verein darauf an, dass die Posts nicht schwermütig, bedrohlich oder beängstigend sind. Im Gegenteil: Freundlich, solidarisch und vielfältig sollen sie sein und zeigen, dass der Kontakt mit den Tabuthemen fröhlich und angstfrei möglich ist.
In den Beiträgen werden Hinweise zum Schutz vor Infektionen gegeben, die Wichtigkeit einer rechtzeitigen Therapie verdeutlicht und die Notwendigkeit von Solidarität und Hilfe in der Not herausgehoben. Das Internet hat die AIDS-Hilfe als Medium ausgewählt, weil darüber viele Menschen der jeweiligen Communities erreicht werden können. Zudem ist es für die Beitragenden möglich, anonym zu bleiben, wenn sie das möchten.

Organisation: Aids-Hilfe Offenbach e. V.

Förderung: WIR-Programm der hessischen Landesregierung und Deutsche AIDS-Stiftung

Ziel: Prävention und Aufklärung von Einwanderern über sexuell oder durch Drogenkonsum übertragbare Krankheiten

Beteiligte: Ehrenamtlich tätige Menschen mit unterschiedlichen Herkunftssprachen.

Link: http://offenbach.aidshilfe.de/category/mypost

Artikel
Offenbach Post vom 7. November 2015 © Offenbach Post