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Kinder beim Luftballon aufblasen
© Stadt Offenbach
Das Offenbacher Integrationskonzept zeigt konkrete Ziele kommunaler Integrationsarbeit auf und formuliert Schwerpunkte und Handlungsziele. Daneben bietet es umfassendes Zahlenmaterial über die Situation der zugewanderten Offenbacher Bevölkerung und ihrer Kinder.

10 Jahre Integrationskonzept der Stadt Offenbach

Das erste Integrationskonzept für die Stadt Offenbach wurde im Jahr 2004 unter dem Titel „Viele Kulturen – alles Offenbacher“ vorgelegt. Nach 10 Jahren “ zieht der Magistrat mit dem vorliegenden Bericht positiv Bilanz.

Offenbach hat einen sehr hohen Anteil von Bürgern mit Migrationshintergrund

Die Zahl der nichtdeutschen Bürger stieg von 36.263 im Jahre 2000 auf zuletzt 45.946 Personen. Die Zahl der Bürger mit deutscher Nationalität, aber einem Migrationshintergrund wird darüber hinaus erst seit 2009 statistisch erfasst. Die Zahl der Bürger mit Migrationshintergrund insgesamt stieg seitdem von 63.471 auf zuletzt 75.271

Der Ausländeranteil der Stadt liegt bei 35,15 Prozent und ist einer der höchsten in Deutschland

Der Bericht macht deutlich, dass die Integration von Immigranten weiterhin eine der zentralen Aufgaben für Kommune und Stadtgesellschaft ist. Er zeigt aber auch, dass seit Verabschiedung des ersten Integrationskonzepts bei der sozialen, ökonomischen und kulturellen Integration, auch bei der Teilhabe an Bildung und politischen Entscheidungsprozessen Fortschritte erzielt wurden. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Ausländer am Wohnort ist im Vergleichszeitraum 2000 bis 2013 deutlich gestiegen. Der Anteil der Ausländer an allen Beschäftigten stieg in diesem Zeitraum von knapp 26 auf knapp 32 Prozent, deutlich stärker als die Zahl der ausländischen Einwohner. Die Beschäftigungsquote der Ausländer liegt 2013 bei 44,9 Prozent.

Der Anteil der Stadtverordneten mit einem Migrationshintergrund im Offenbacher ist in den letzten zehn Jahren gestiegen, und zwar von 8,4 Prozent in der Wahlperiode 2001 bis 2006 auf 18,3 Prozent aller Stadtverordneten in der Periode 2011 bis 2016. Stadtrat Felix Schwenke sieht darin ein positives Signal für gesellschaftliche Teilhabe und politisches Engagement: „Es ist wichtig, dass Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund politisch mitwirken und mitentscheiden. Es freut mich, dass sie inzwischen in vielen Parteien wichtige Positionen bekleiden und im Stadtparlament vertreten sind. Hier sind allerdings noch weitere Fortschritte notwendig, um Immigranten in der lokalen Politik wirklich angemessen zu beteiligen.“
Als eine der wichtigsten Aufgaben bei der Integration bezeichnet der Integrationsbericht die Förderung der Kenntnisse der deutschen Sprache. In Kitas, Volkshochschule und anderen Bildungseinrichtungen wurden deshalb von der Stadt eine Vielzahl von Maßnahmen wie Sprachkurse und Aktivitäten zur Entwicklung von Sprachkompetenz bei Kindern eingerichtet. Die Aktivitäten wurden in den letzten zehn Jahren deutlich verstärkt. Waren es beispielsweise vor zehn Jahren noch 102 Deutschkurse mit insgesamt 1.676 Teilnehmern an der Volkshochschule, waren dies zehn Jahre später fast 4.000 Anmeldungen in 235 Deutschkursen. Seit dem Jahr 2004 wird in den städtischen Kindergärten systematisch Sprachförderung angeboten und eingesetzt. Währen diese Förderung anfänglich bei 698 Kindern begleitend eingesetzt wurde werden zehn Jahre später über 3.000 Kinder (3.017 Kinder) systematisch Sprachgefördert.