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Porträtbild Katja Werner
© Stadt Offenbach

Für ihr hervorragendes und langjähriges Engagement in der Kinder-, Jugend- und Elternarbeit erhält Katja Werner den Integrationspreis 2016 der Stadt Offenbach am Main. Werner wurde als Preisträgerin ausgewählt, da sie einen wichtigen Beitrag zur Überwindung von Bildungsunterschieden leistet und damit eine Ursache für Integrationsprobleme zu bekämpfen hilft.

Wie Integrationsdezernent Dr. Felix Schwenke als Vorsitzender der Jury in seiner Begründung mitteilt, erfüllt Werner in hohem Maße die Kriterien für eine Preisverleihung. „Frau Werner hat sich der außerschulischen Bildung und Förderung benachteiligter Kinder und deren Eltern gewidmet. Ihr Engagement wirkt Bildungsunterschieden wie mangelnde Sprachbeherrschung und daraus resultierende spätere Perspektivlosigkeit auf dem Arbeitsmarkt entgegen.“ Die Offenbacherin, Jahrgang 1962, habe die Schnittstelle zur Schule als aktiv zu gestaltendes Handlungsfeld erkannt und sich um die Integration von bildungsbenachteiligten Zuwanderern in Offenbach in besonderem Maße verdient gemacht, so Schwenke weiter.

So hat Werner beispielsweise das Projekt „Eltern + Schule: verstehen, mitmachen, begleiten“ geleitet, das im Rahmen von „Vodafone Talente“ der Vodafone Stiftung Deutschland gGmbH an der Goetheschule in Offenbach entwickelt wurde. Die Offenbacher Goetheschule, die mit 650 Kindern aus 45 Nationen die größte Grundschule Offenbachs ist, wurde 2009 als eine von bundesweit drei Pilotschulen (Berlin, Duisburg, Offenbach) ausgewählt, ein speziell auf die Bedürfnisse und Wünsche der multikulturell zusammengesetzten Schüler- und Elternschaft ausgerichtetes Elternprojekt in Eigenregie zu konzipieren.

Schwerpunkt des Konzeptes war es, die Kommunikation zwischen allen Beteiligten zu verbessern und zu intensivieren. So wurden in Folge 39 Sprachlotsinnen und -lotsen an der Goetheschule qualifiziert, die als Mittler zwischen Eltern und Schule insgesamt 28 Sprachen abdecken. Sie unterstützen die Arbeit der Schule bei Schulanmeldungen, Einschulungsfeiern (Ausgabe der „Info-Ordner“), Eltern-Abenden, Lehrer-/Eltern-Gesprächen und Ausflügen. Darüber hinaus stehen sie während des Eltern-Cafés und am Info-Tisch als Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zur Verfügung. Der Eltern „Info-Ordner“ enthält die wichtigsten Informationen zur Grundschulzeit in deutscher Sprache auf Papier und wird an alle Eltern der neuen Erstklässler zur Einschulung ausgeteilt. Auf Wunsch erhalten die Eltern den Inhalt auch als 1:1-Übersetzung in zehn weiteren Sprachen.

Mitglieder der Jury sind die Vertreterinnen und Vertreter von:

  • Industrie‐ und Handelskammer Offenbach
  • Deutscher Gewerkschaftsbund
  • Interessengemeinschaft Offenbacher Schulleitungen
  • Integrationsbeauftragter des Sportkreises Offenbach
  • Bereich Publizistik
  • Vorsitzender des Ausländerbeirats,
  • Dekanat der katholischen Kirche Offenbach
  • Dekanat der evangelischen Kirche Offenbach
  • Jüdische Gemeinde Offenbach
  • Ein Vertreter der Moscheegemeinden
  • Ehrenamtliches Magistratsmitglied, das für den Ausländerbeirat zuständig ist
  • Kommunale Frauenbeauftragte
  • Kommunaler Integrationsbeauftragter
  • Integrationsdezernent als Vorsitzender der Jury

Der Integrationspreis wird bei einer Feierstunde am Donnerstag, 21. April, um 17:30 Uhr im Deutschen Ledermuseum verliehen. Die Zahl der frei verfügbaren Plätze ist begrenzt. Deshalb werden Interessierte gebeten, sich frühzeitig anzumelden beim Integrationsbeauftragten Luigi Masala (Telefon: 069 8065-3587).