Sprungmarken
Suche
Suche

Zum 25. Mal traf sich das „Kompetenzteam Integration“, eine Arbeitsgruppe von Vorständen der Migrantenorganisationen Offenbachs, der Integrationsdezernentin Sabine Groß und Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung. Gestartet ist das Kompetenzteam im Jahr 2007, initiiert von der seinerzeit zuständigen Bürgermeisterin Birgit Simon. Rund 25 Vereine, religiöse Gemeinschaften und Initiativen von Bürgerinnen und Bürgern mit Migrationshintergrund treffen sich ein bis zwei Mal pro Jahr, um sich mit der Stadt über ihre Situation, aktuelle Probleme und Planungen zu besprechen. Den Vorsitz des Gremiums teilen sich die Integrationsdezernentin und der Vorsitzende des Ausländerbeirats, Abdelkader Rafoud. 

Stadträtin Groß will die Tradition weiterführen und neue Akzente setzen: „Ich verstehe Teilhabe und Integration als eine meiner zentralen Aufgaben in einer Stadt, in der 62 Prozent der Menschen einen Migrationshintergrund haben. Somit spielen Migrantenorganisationen eine Schlüsselrolle. Eine dauerhafte und vertrauensvolle Partnerschaft fördert das wechselseitige Verständnis zwischen Stadt und Vereinen, aber auch der Vereine untereinander.“ Thema des Abends waren finanzielle Fördermöglichkeiten für Migrantenorganisationen. Vorgestellt wurden neben der „Richtlinie der Stadt Offenbach am Main für die Finanzierung zur Durchführung von Integrationsprojekten, Veranstaltungen oder Maßnahmen Dritter“, das Programm „WIR“ des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration („Wegweisende Integrationsansätze Realisieren“) und das Angebot des „House of Resources Rhein Main“.

Umgekehrt machten Vertreterinnen und Vertreter der Migrantenorganisationen ihre Aktivitäten sowie neue Ideen und Bedarfe deutlich. Mit finanziellen Zuwendungen der Stadt konnte in der Vergangenheit zum Beispiel die Arbeit der Rumänisch orthodoxen Gemeinde unterstützt werden, Neuzuwanderern aus Rumänien sowohl bei der Orientierung in das Bildungs- und Sozialsystem als auch mit Sprachkursen zu einer schnellen und unkomplizierten Integration in die Stadtgesellschaft zu verhelfen. „Häufig sind es ganz praktische Dinge wie etwa ein freier Versammlungssaal, mit dem auch die Vereine untereinander Hilfestellung bieten können“, erläuterte Ausländerbeiratsvorsitzender Rafoud die Vorteile der Kooperation. Gefördert wurde neben vielen anderen Aktivitäten auch die Arbeit ist des CGIL Bildungswerks mit dem Projekt "Schülerportfolio interkulturell", mit dem die Kompetenzen von Ausbildungsplatzbewerbern mit Migrationshintergrund besser dargestellt werden können.

Integrationsdezernentin Groß rief alle Beteiligten zur aktiven Teilhabe auf und unterstrich den Wert des Gremiums als Plattform zum Austausch. Offene Gespräche auch über Problempunkte und Konfliktthemen seien wichtig, um das wechselseitige Verständnis zu verbessern und eine gemeinsame Basis für das Handeln in Offenbach zu finden. Ein offenes Format sei dabei wichtig: „Wir wollen auf Augenhöhe kommunizieren. Die Migrantenorganisationen sind wichtige Partner, die wir ernst nehmen und deren Meinung uns wichtig ist. Gemeinsam können wir viel für unsere Stadt erreichen.“

Offenbach am Main, 20. Februar 2019