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Der Verein CROM e.V. (Rumänische Gemeinde in Rhein-Main) versteht sich im Spannungsfeld aktueller Integrationsdebatten als sozialer Mittler zwischen der rumänischen und deutschen Bevölkerung Offenbachs. Doch auch über die Stadtgrenzen hinaus, fördert CROM die Integration rumänischer Bürger im Rhein-Main-Gebiet durch Sprachschulungen und Beratungsleistungen. Für sein ehrenamtliches Engagement wurde der Verein jüngst mit dem Integrationspreis 2015 geehrt. Doch auch dem künstlerisch-literarischen Reichtum des Landes an der Donau bietet der mit dem Integrationspreis ausgezeichnete Kulturverein eine Plattform.

Etwa 30 Mitglieder zählt der Verein. Über sein Netzwerk und die häufigen sozialen und kulturellen Angebote der engagierten Ehrenamtlichen, erreicht er jedoch Hunderte Rumänen und Rumänienstämmige im Rhein-Main-Gebiet. In seinen zwei Vereinsräumen im Familienzentrum an der Arthur-Zitscher-Straße 11 unterrichten Valentina Förster, Dorothea Krampol und Jeanine Duru, Mitglieder des Vereinsvorstands, zwei Gruppen von Neuzugewanderten in Deutsch als Fremdsprache. Auch in Dietzenbach unterstützt CROM mit Laura Chiriac, Vorstandsmitglied, die sprachliche Integration durch Schulungen.

Für Zugewanderte aus der Region sind die Beratungsstunden der engagierten Vorstände Dorothea Krampol, Emanuela Kern und ihrer Kollegen längst unverzichtbar zur Orientierung zwischen Behördengängen, Arbeitsrecht und Schulbildung der Kinder geworden. Dadurch hat sich CROM sowohl für die Stadt Offenbach als auch für soziale und karitative Institutionen (CARITAS Frankfurt) als starker Partner etabliert. Gegenüber Presse, Öffentlichkeit und Politik agieren die erfahrenen CROM-Mitarbeiter auch als Interessenvertreter und Experten für die Belange der Rumänen in der Rhein-Main-Region. Doch auch für die Bürgerrechte der Rumänen gegenüber ihrem ehemaligen Heimatland setzt sich CROM ein, zuletzt etwa durch Busreisen für Wähler während den Präsidentschaftswahlen im November 2014.

Während zwar soziale Projekte einen bedeutenden Arbeitsschwerpunkt für die aktiven CROM-Mitglieder bilden, kommt der kulturellen Arbeit eine weitere wichtige Rolle zu. Damit bleibt die Gemeinschaft ihren Anfangsbestrebungen aus dem Gründungsjahr 1999 treu, Traditionen und Kulturgeschichte zu vermitteln. Zielgruppe ist dabei etwa die junge Generation, die in Deutschland aufwächst und denen das Heimatland ihrer Eltern fremd ist. Mehrmals im Jahr lädt der Verein Mitglieder und Nichtmitglieder - sowohl rumänisches als auch deutsches Publikum - zu Konzerten, Lesungen, Diskussionen, Reisen und rumänischen Festen ein. Diese realisiert CROM häufig in Zusammenarbeit mit deutschen sowie mit rumänischen Bildungs- und Kulturinstitutionen. Dabei bieten die bilingualen Veranstaltungen viele Anknüpfungspunkte zur Jahrhunderte zurückgehenden deutsch-rumänischen Geschichte.

Doch der Verein wagt mit neueren Veranstaltungen wie den Deutsch-Rumänischen Kulturtagen in Frankfurt auch den Blick in die Zukunft. Mit jungen Künstlern, aus bildender Kunst, Design, Film und Literatur zeigt CROM damit auch das moderne Gesicht Rumäniens. Aktuell freut sich der Verein über neue Mitglieder, Menschen, die - unabhängig von ihrer kulturellen Herkunft - an der rumänischen Kultur interessiert sind und an sozialen sowie kulturellen Projekten mitarbeiten möchten.