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Das Jugendbildungswerk ist eine vom Land Hessen geförderte Einrichtung und entwickelt Pilotprojekte zu aktuellen sozialen, politischen und kulturellen Jugendthemen und arbeitet zur Zeit in den Schwerpunkten: Partizipation von Jugendlichen, Interkulturelle Bildung, KUS, Offenes Lernen im Internet.

Partizipation

Das Jugendbildungswerk des Jugendamtes der Stadt Offenbach plant, entwickelt und führt innovative Projekte selbstständig durch, die einen Beitrag zur Chancenverbesserung von Jugendlichen leisten.

Mit unseren Angeboten verfolgen wir das Ziel die Lebensbedingungen und Bildungschancen, insbesondere von benachteiligten Jugendlichen, zu verbessern. Wir stärken Jugendliche darin, ihre Ausdrucks- und Gestaltungskräfte gesellschaftlich einzubringen und sich an demokratischen Prozessen zu beteiligen. unsere Erfahrungen und die von uns entwickelten Methoden geben wir an Multiplikatoren weiter. Im Auftrag von Bund und Land führen wir innerhalb unserer Schwerpunkte Bildungsprojekte durch.


Grundlage für die Angebote im Arbeitsfeld Partizipation bildet der § 11 im SGB VIII. Das Gesetz besagt, dass jungen Menschen zur Förderung ihrer Entwicklung erforderliche Angebote der Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen sind und dass diese an den Interessen junger Menschen anknüpfen und von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet werden sollen. Ziel dabei ist, sie zur Selbstbestimmung zu befähigen und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und zu sozialem Engagement anzuregen und hinzuführen.

Auf dieser Grundlage wurde 1998 das Kinder- und Jugendparlament gegründet, das wir seitdem durch Informationen zu Beteiligungsmöglichkeiten und politischen Strukturen, bei der Durchführung der Wahlen ins Parlament sowie durch verschiedene Bildungsveranstaltungen unterstützen und begleiten. Außerdem führen wir mit Jugendlichen Projekte zur Beteiligung an Entscheidungsprozessen durch und unterstützen Jugendinitiativen bei der Umsetzung eigener Projektideen. Beispielsweise begleiten wir die Planung und Umsetzung von öffentlichen Bauvorhaben und Projekten durch Beteiligung von Jugendlichen. Überdies kooperieren wir zu gemeinsamen Themen und Zielen mit dem Stadtschülerrat und anderen Jugendorganisationen.

Mit Kursen zur Demokratieerziehung sind wir in Schulklassen tätig, zudem bieten wir Trainings für Schülervertretungen an. Gemeinsam mit Schule und Schülern entwickeln wir Formen der Beteiligung in der Schule wie Klassenratssitzungen. Darüber hinaus entwickeln und implementieren wir Konzepte und Angebote für die Jugendhilfe, die die Interessen und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen aufgreifen.

http://jugendparlament.junetz.de

KUS - kooperative und schülerzentrierte Intensivförderung

Viele Schüler haben bereits am Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule den schulischen Anschluss verloren. Die Förderstufen der drei Offenbacher Hauptschulen Ernst-Reuter-Schule, Bachschule und Mathildenschule haben die Aufgabe für diese Schüler eine zweite Chance zu eröffnen. Da schulische Misserfolge und oftmals auch das soziale Umfeld eine negative Prognose für eine gelungene Persönlichkeitsentwicklung und die Integration in eine berufliche Zukunft erwarten lassen, unterstützt das Jugendbildungswerk/Jugendamt diese Schulen mit Personal, Finanzmitteln und seiner pädagogischen Sichtweise. In enger Kooperation mit dem staatlichen Schulamt, den drei Schulen und der Fachstelle Jugendhilfe/Schule und dem Institut Memory hat das Jugendbildungswerk federführend ein Intensivfördermodell entwickelt. Je eine Ganztagsklasse in 5 und 6 wurde an allen Schulen eingerichtet. In jeder dieser Jahrgangstufen sind neben den Lehrkräften, ein/eine Sozialpädagoge/ Sozialpädagogin sowie Lerntherapeuten als Team tätig. Schüler und Schülerinnen der Klassen werden hinsichtlich ihres Lernstandes, ihrer Leistungspotentiale und ihrer sozialen Kompetenzen genau diagnostiziert. Auf dieser Basis werden dann gemeinsam Förderpläne erstellt. Gefördert werden Lesen, Schreiben, rechnen, Soziale Kompetenz, Lernverhalten und Lerntechniken. KUS verbindet schulisch orientierte Lernförderung und Persönlichkeitsentwicklung als gemeinsame Bildungsaufgabe von Schule und Jugendamt mit dem Ziel jungen Menschen bessere Entwicklungsoptionen zum Start ins gesellschaftliche Leben zu ermöglichen.

Interkulturelle Bildung

Wir entwickeln Projekte zum interkulturellen Lernen, sowohl Modellprojekte als auch kleinere Projekte. Dabei und in der Umsetzung arbeiten wir mit unterschiedlichen Kooperationspartnern zusammen, z. B. mit Schulen, Jugendeinrichtungen, Migrantenorganisationen. Unsere Themen richten sich nach jeweils aktuellen Problemlagen und Anforderungen in der Stadt. In unseren Angeboten arbeiten wir sowohl mit Jugendlichen als auch in Fortbildungen mit Erwachsenen. Wir unterstützen Projektideen, arbeiten mit in vernetzten Projekten und bieten Interessierten Beratung im Arbeitsfeld interkulturelles Lernen an. Wir arbeiten seit den 90iger Jahren in diesem Themenfeld und haben in mehreren Modellprojekten Anstöße für interkulturelles Lernen in der Stadt gegeben.

Beispiele:
• Entwicklung von Trainings zur interkulturellen Kompetenz und Dialogfähigkeit, Fortbildungen zur interkulturellen Konfliktbearbeitung
• Initiativen und Veranstaltungen zu interkulturellen Dialogen und zum Austausch zwischen den Generationen
• Jugendkulturelle Produktionen zum Zusammenleben in Offenbach
• Projekte zum interkulturellen Lernen und demokratischen Handeln in der Zusam-menarbeit von Schulen, Migrantenvereinen, Künstlern und Künstlerinnen, Jugendeinrichtungen.

Soweit unsere Möglichkeiten es zulassen, veröffentlichen wir Broschüren mit Arbeitsergebnissen von Jugendlichen und dokumentieren Arbeitsansätze für die Fachöffentichkeit. Bücher, wie „Geschichten aus dem Offenbacher Migrantenkoffer", können im Jugendbildungswerk erworben werden.

Offenes Lernen im Internet

Jugendnetz Offenbach

Wir unterstützen Jugendliche in ihrer bewussten Nutzung des Internets. Wir bieten zusammen mit der Medien-Etage des Jugendamtes Jugendlichen eine Kommunikations- und Veröffentlichungsplattform. Mit dem Jugendnetz Offenbach bieten wir die Möglichkeit eines regionalen Sozialen Netzwerkes, in dem Jugendliche ihre Aktivitäten und Projekte in eine gemeinsame Kommunikation bringen können. Wir bieten dafür eine moderne Technologie und gewährleisten in Abgrenzung zu Facebook volle Datenkontrolle. www.junetz.de

Bildungsnetz Rhein-Main

Im Rahmen des Bundesprojektes „Lernende Region Offenbach - Offenes Lernen" haben wir das Bildungsinformationssystem „Bildungsnetz Rhein-Main" entwickelt. Wir pflegen die Datenbank mit über 10.000 Kursen von über 100 Bildungsanbietern. Jugendliche und Erwachsene erhalten hier einen kostenlosen Überblick über Weiterbildungsangebote, Bildungsmöglichkeiten, Fördermöglichkeiten und Weiterbildungsberatungsangebote im Rhein-Main-Gebiet. Eine komfortable Suche erleichtert die Suche nach dem passgenauen Kurs. Eine Dozentendatenbank und eine Tagungsraumdatenbank ergänzen dieses Angebot. 

www.bildungsnetz-rhein-main.de

www.lerno.de