Sprungmarken
Suche
Suche

Mädchen aus Vinyl
Die Kontaktbeschränkungen strapazieren gerade jene Kinder und Jugendliche und deren Familien, die es ohnehin schwerer haben, weil sie auf kleinem Wohnraum zusammenleben © Sofia Garza/ Pexels.com
Mit der Schließung der Schulen Mitte März musste auch die Abteilung Kinder- und Jugendarbeit des Jugendamts die Arbeit in den Jugendzentren und an den Schulen einstellen. Nachdem die Schulen nun teilweise wieder geöffnet sind, unternimmt auch die Kinder- und Jugendarbeit erste Schritte, um das Angebot von rein telefonischen und digitalen Angeboten wieder auf persönlichen Kontakt mit den Schülerinnen und Schülern zu erweitern.
„Selbstverständlich werden dabei die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten“, so Sabine Groß, Stadträtin für Kinder, Jugend und Gesundheit. „Je länger die Kontaktbeschränkungen andauern, umso stärker werden gerade jene Kinder und Jugendliche und deren Familien strapaziert, die es ohnehin schwerer haben, weil sie auf kleinem Wohnraum zusammenleben oder die besondere Förderung der Kinder seit Wochen weggefallen ist“, so Sabine Groß. Daher gehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bereichs Jugendhilfe an der Schule nun mindestens punktuell wieder in die Schulen, um dort ihre Jugendlichen in den Abschlussklassen zu unterstützen. Zudem treffen sie sich mit dem nötigen Abstand im Freien persönlich mit einzelnen Schülerinnen und Schülern der anderen Klassenstufen zu Beratungsgesprächen.

Mit Beginn dieser Woche hat auch das Projekt Scout seine Arbeit in Einzelfall- und Kleinstgruppenarbeit wiederaufgenommen. In diesem Projekt werden aktuell elf Schülerinnen und Schüler der Offenbacher Haupt-/ Realschulen mit Förderstufe und aus den Gesamtschulen für ein Jahr außerhalb der Schule betreut, damit sie anschließend wieder an ihre Schule zurückkehren können. „Das sind wichtige Angebote, um möglichst zu vermeiden, dass Schülerin und Schüler im Bildungssystem abgehängt werden. Diese Gefahr droht durch die Corona-Krise noch zuzunehmen. Daher ist es mir wichtig, dass wir unsere bewährten Angebote so schnell wie möglich wieder hochfahren und die Angebote an die Gegebenheiten der Corona-Pandemie anpassen“, so Sabine Groß.

In der kommenden Woche ist vorgesehen, auch persönliche Kontakte mit einzelnen Jugendlichen im Rahmen Offener Kinder- und Jugendarbeit wieder zu ermöglichen. Die genauen Formate, wie dies unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln machbar wird, werden derzeit mit dem gesamten Team entwickelt. Die Jugendeinrichtungen selbst bleiben hingegen vorerst weiter geschlossen. Sabine Groß: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter scharren sozusagen mit den Hufen und wollen so schnell wie möglich wieder ihre Unterstützung anbieten und für die Kinder und Jugendlichen in unser Stadt da sein. Für dieses besondere Engagement in dieser besonderen Zeit bin ich sehr dankbar.“

Offenbach am Main, 3.Mai 2020