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Interview mit Machern und Protagonisten
Das Team vom „Stand by Yougendmagazin“ der Medienetage im KJK Sandgasse führte zwischen den Beiträgen Interviews mit den Machern und Protagonisten. Zu sehen ist die Sendung am 10. Oktober um 18.31 Uhr im Offenen Kanal Rhein-Main. © Stadt Offenbach

Papierkügelchen und andere kleine Gemeinheiten hatten sich die Schülerinnen und Schüler der Neu-Isenburger Friedrich-Fröbel-Schule für ihren Wettbewerbsbeitrag „The Shower“ ausgedacht, der, wenig überraschend, auch eine kalte Dusche enthielt. Die erhielt der gemobbte Junge, den sich die Klasse ausgedacht hatte und dessen Pein erst mit der Intervention eines älteren Schülers endete. „Krass gegen Hass“ heißt der Filmwettbewerb, mit dem das Netzwerk MedienKompetenz in Stadt und Kreis Offenbach Jugendliche zwischen 10 bis 16 Jahren sensibilisieren möchte. Insgesamt 13 Beiträge wurden bis Ende August eingereicht, aus den sechs besten Filmen kürte die Jury aus Mitgliedern des Kinder- und Jugendparlaments sowie des Netzwerks MedienKompetenz die drei Preisträger. Alle sechs Filme wurden im Rahmen der Preisverleihung am Dienstag, 24. September, im Hafen 2 gezeigt.

Gekommen waren über 150 Schülerinnen und Schüler der teilnehmenden Schulen aus Stadt und Kreis sowie die Sozialdezernentin der Stadt Offenbach Sabine Groß und der für Jugend und Soziales zuständige Kreisbeigeordnete Carsten Müller, die beide die Schirmherrschaft für den Wettbewerb übernommen haben und den ersten und zweiten Preis überreichten. „Ich bin beeindruckt vom Ideenreichtum und den erzählten Geschichten zu einem sehr ernstzunehmenden Thema“, äußerte sich Groß bei der Übergabe des ersten Preises an die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklasse 9 H der Bachschule Offenbach. Für ihren Filmbeitrag „Respekt muss jeder haben“, in dem sie rappend um Respekt vor dem Lehrer warben, können sich die Schülerinnen und Schüler nun über ein Preisgeld von 500 Euro, gestiftet von der Offenbach Post, freuen. Der mit 300 Euro dotierte, vom Kreis Offenbach gespendete, zweite Preis ging an die Klasse aus Neu-Isenburg, die mit „The Shower“ Jury und Schirmherr Müller überzeugten. Das Preisgeld für den dritten Preis in Höhe von 100 Euro kommt vom Förderverein Sicheres Offenbach. Frank Weber überreichte diesen im Namen des Vereins an die Schüler der Gruppe „Mathildenschule gegen Mobbing“, die für ihren Film „Stoppt Cybermobbing“ Interviews in der Schule geführt hatten, um sich dem Phänomen zu nähern. Dazu gehörten auch Gespräche mit einigen Fachleuten, die Lösungsmöglichkeiten aufzeigten.

Dass Sensibilisierung durchaus Früchte trägt, zeigten zwei Wortbeiträge aus dem Publikum in der späteren Diskussion. Ein Mädchen berichtete, wie es war, als sie von ihren Mitschülern gemobbt wurde, ein anderer outete sich als jemand, der der „falschen Gruppe angehört hatte. Das war blöd“.

Gaby Meier, beim Jugendamt der Stadt Offenbach zuständig für Kooperationsprojekte Jugendhilfe/Schule, über die Ergebnisse: „Ich freue mich über die gute Resonanz und das tolle Engagement der Jugendlichen“. Übrigens war in diesem Jahr auch LUCAS - das Internationale Festival für junge Filmfans Partner des Wettbewerbs. Für Meier eine tolle Kooperation mit Zukunftsmusik. Voraussichtlich ab März kommenden Jahres können sich Filmteams wieder beim Wettbewerb Krass gegen Hass bewerben. 

27. September 2019