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Dominik Schuster
Der neue Beauftragte für Menschen mit Behinderungen Dominik Schuster © Stadt Offenbach
Der neue kommunale Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen heißt Dominik Schuster. Er hat das Amt am 1. Oktober 2020 von Claudia Steiner übernommen, die es zwölf Jahre lang ausübte. Schuster war vorher Referent und Interessenvertreter im Bereich der Sozialwirtschaft.

Die zuständige Stadträtin für Soziales und Teilhabe Sabine Groß betont den Wert des kommunalen Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen für den Inklusions- und Teilhabeprozess in der Stadt Offenbach: „Inklusion ist ein bedeutsamer Teil von Kommunalpolitik. Deshalb ist es mein Bestreben, die selbstbestimmte Lebensführung und gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen in Offenbach in allen Lebensbereichen sicherzustellen. Das ist beispielsweise bei der Planung und Umsetzung von Bau- und Verkehrsprojekten ebenso unverzichtbar wie im Veranstaltungsbereich und in Bezug auf Sprachbarrieren. Mit Dominik Schuster übernimmt ein erfahrener Teilhabe- und Sozialrechtsexperte die Aufgabe als Mittler zwischen Politik, Verwaltung und Menschen mit Behinderungen.“

Im Kern soll der Beauftragte die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen und die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention auf kommunaler Ebene verfolgen und dazu beitragen, ihnen eine selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Er berät die Kommunalpolitik und die Stadtverwaltung und achtet darauf, dass die Stadt ihrer Verantwortung gerecht wird, für gleichberechtigte Lebensbedingungen von Menschen mit und ohne Behinderungen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens zu sorgen. Dafür wird er bei allen Beschlüssen der Stadtverordnetenversammlung und sonstigen wichtigen Vorhaben beteiligt, die die Belange von Menschen mit Behinderungen berühren. Zudem wirkt er auf die Umsetzung des Kommunalen Aktionsplan Inklusion (KAI) und dessen Fortschreibung hin. Dabei vertritt Schuster die Interessen von Menschen mit Behinderungen in Fachgremien, unter anderem im Bereich des kommunalen Bau- und Verkehrswesens und steht in engem Austausch mit den Akteurinnen und Akteuren, die sich für die Belange von Menschen mit Behinderungen einsetzen.

Der 31-jährige Jurist arbeitet seit seinem Berufseinstieg im Bereich der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Vor seinem Wechsel zur Stadt Offenbach war er als Referent für Grundsatzfragen und politischer Interessenvertreter für einen bundesweit agierenden Dachverband im Bereich der Sozialwirtschaft tätig. Dort gehörte es zu seinen Aufgaben, die fachliche und rechtliche Beratung im Bereich des Sozialrechts, insbesondere zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen sicherzustellen sowie bei betreffenden Gesetzgebungsverfahren die politische Interessenvertretung des Verbandes zu wahren. Diese Aufgaben stellen sich auch für die Interessenvertretung von Menschen mit Behinderungen in Offenbach: Auch hier gilt es, die Interessen und Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen in die Politik und Verwaltung hinein zu tragen, um das Bewusstsein für deren Belange zu schärfen und Impulse zu setzen.

 „Inklusion bedeutet für mich, dass Menschen mit Behinderungen ihr Leben nicht mehr an vorhandene Strukturen anpassen müssen. Vielmehr ist die Gesellschaft dazu aufgerufen, Strukturen zu schaffen, die es jedem Menschen – mit und ohne Behinderung – ermöglichen, von Anfang an ein wertvoller Teil unserer Gesellschaft zu sein“, sagt Dominik Schuster. „Ich möchte den Dialog zwischen Kommunalpolitik, Betroffenen und allen anderen Akteuren fördern und die Barrieren im Kopf durch gegenseitiges Verstehen ersetzen, denn Inklusion beginnt für alle im Kopf – nicht nur bei den Betroffenen selbst.“ Außerdem fordert der Beauftragte, dass der Mensch im Mittelpunkt des politischen Handelns stehen müsse. Daher sei es unerlässlich, Menschen mit Behinderungen in dem kommunalen Entscheidungsprozess zu beteiligen und deren Belange einzubeziehen. Wichtig sei es hierbei, bestehende Netzwerke zu nutzen und auszubauen – beispielsweise im Hinblick auf die Behindertenbeiräte und Akteure der Behindertenhilfe.

„In der Stadt Offenbach gibt es bereits engagierte Ehrenamtliche, die den Inklusionsprozess in der Behindertenhilfe erfolgreich mitgestalten“, betont Schuster. „Ich hatte bereits die Möglichkeit, mit einigen Gespräche zu führen und weiß daher um deren Bedarfe und Wünsche. Ich werde mich für die rund 12.000 Menschen mit Behinderungen, die in der Stadt Offenbach leben, einsetzen und möchte gleichzeitig alle Menschen mit Behinderungen sowie deren Angehörigen dazu einladen, sich am Inklusionsprozess aktiv zu beteiligen, damit Offenbach zu einer Stadt mit gelebter Inklusion wird – einer Stadt für Alle.“

Kontakt für die Presse:

Dominik Schuster
Telefon: 069 8065-2759
dominik.schusteroffenbachde

Offenbach am Main, 12. November 2020