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Integration durch Sport
© Stadt Offenbach
Eine Bordsteinkante, eine Tür, fehlende Geländer: es sind nicht nur baulichen Barrieren, die behinderte Menschen einschränken. Der Aktionsplan Inklusion soll Ideen und Vorschläge für mehr gleichberechtigtes Miteinander erarbeiten.
Behinderte Menschen sollen in Offenbach einfacher am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Einen entsprechenden Aktionsplan zur Inklusion erstellt die Stadt Offenbach zurzeit in Zusammenarbeit mit sozialen Trägern, Fachleuten und Betroffenen. Den Auftrag hat Stadtrat Dr. Felix Schwenke auf der Basis eines Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung erteilt. Die Federführung für die umfangreichen Arbeiten liegt bei Sozialplaner Ralf Theisen vom Amt für Arbeitsförderung, Statistik und Integration. Gut ein halbes Jahr nach Beginn hat der Magistrat nun einen Bericht zum Sachstand vorgelegt.

Die Initiative einer umfassenden Sicherung der Inklusion geht auf die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN-BRK) zurück. Den dieser Konvention beigetretenen Staaten wurde darin aufgegeben, Pläne für die Teilhabe von Behinderten zu erstellen und diese kontinuierlich nachzuhalten und fortzuschreiben. Auch für Kommunen ist das ein wichtiges Thema geworden. Denn letzten Endes entscheiden die lokalen Bedingungen, die sozialen Angebote, die Berücksichtigung der Belange von Behinderten bei der Gestaltung des öffentlichen Raums und nicht zuletzt auch die Einbindung von Behinderten in die politische Meinungsbildung vor Ort, ob Inklusion gelingt.

Deshalb ist „Inklusion“ ein zentrales Thema für die Stadt Offenbach, wie Stadtrat Schwenke erläutert: „Dabei geht es mir nicht nur um besondere Maßnahmen für Behinderte, sondern in erster Linie um das gleichberechtigte Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung. Wie die Lebensbedingungen in der Stadt zu gestalten sind, damit dies gelingt, das ist Gegenstand des Aktionsplans Inklusion, den wir uns vorgenommen haben.“

In Offenbach sind zehn Prozent der Einwohner als Schwerbehinderte anerkannt, wie dem Bericht zu entnehmen ist. Außerhalb jeder Statistik gibt es aber viele Menschen, die von leichteren Behinderungen betroffen oder von einer Behinderung bedroht sind. Konsequente Inklusion betrifft alle Lebensbereiche, betont Schwenke, die Arbeitssphäre ebenso wie Wohnen, Bildung, Freizeit, Kultur und Sport. „In all diesen Bereichen wollen wir die Rahmenbedingungen in der Stadt überprüfen, den Handlungsbedarf aufdecken und Verbesserungen anstoßen.“ Damit dies nicht nur am grünen Tisch der Verwaltung geschieht, ist es ihm wichtig gewesen, die in der Behindertenarbeit erfahrenen sozialen Träger in der Stadt, aber auch externe Experten und nicht zuletzt auch Betroffene in den Prozess einzubinden, so Schwenke weiter. In der Stadtverwaltung selbst sind neben der Behindertenbeauftragten auch Schulamt, Sozialamt, Jugendamt, Gesundheitsamt und Stadtplanung beteiligt.

Nach der nun abgeschlossenen Vorbereitung wird eine umfassende Bestandsaufnahme der Situation in der Stadt folgen. Für einzelne Themen werden Arbeitsgruppen eingerichtet. In der ersten Jahreshälfte 2017 soll der Aktionsplan dem Stadtparlament zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt werden. Der Bericht kann von den Internetseiten der Stadt Offenbach herunter geladen werden: www.offenbach.de, Suchwort „Inklusion“.

 

Pressekontakt:

Amt für Arbeitsförderung, Statistik und Integration

Ralf Theisen

Referat Sozialplanung

Telefon: 069 8065-2275

E-Mail: ralf.theisenoffenbachde

 

Offenbach am Main, 20.01.2016
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