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Rolltreppen Martktplatz
© Stadt Offenbach

Barrierefreiheit ist das zentrale Stichwort, wenn es darum geht, behinderten Menschen eine gleichberechtigte Teilhabe am öffentlichen Leben zu ermöglichen. Die Stadt Offenbach arbeitet an einem Aktionsplan Inklusion, der über bauliche Einschränkungen hinausgeht. „Mobilität ist dabei ein zentrales Stichwort und im Zuge des Haltestellenkonzeptes III werden beispielsweise Bushaltestellen barrierefrei zugänglich gemacht“, erläutert der zuständige Dezernent und Bürgermeister Peter Schneider. Umso ärgerlicher sei daher die verzögerte Instandsetzung der kaputten Rolltreppen beziehungsweise Aufzüge in den S-Bahn-Stationen, so Schneider weiter, die für Menschen mit einer körperlichen Einschränkung ohne fremde Hilfe kaum zu erreichen sind.

So sind die Rolltreppen an der zentralen innerstädtischen Station am Marktplatz seit Wochen abgesperrt und wer den Aufzug nutzen will, muss Geduld mitbringen: Dieser bietet Platz für eine Person mit Kinderwagen und ist damit schnell voll.

Erst auf Nachfrage erklärte die für die Station zuständige Deutsche Bahn AG, dass eine Instandsetzung der vorhandenen Rolltreppen wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll ist und diese daher voraussichtlich im März komplett erneuert werden. „Der Zeitplan der Bahn ist mehr als ärgerlich“, ergänzt die Behindertenbeauftragte der Stadt Offenbach, Claudia Steiner. „Es gibt viele Menschen, die auf einen barrierefreien Zugang zur S-Bahn angewiesen sind. Die Bahn sollte deren Belange besser im Auge haben und diese schneller berücksichtigen.“

9. Januar 2018