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Flagge mit Davidstern im Innenhof der Synagoge
© Jüdische Gemeinde Offenbach K.d.ö.R.
Seit dem frühen 19. Jahrhundert war die jüdische Gemeinde Offenbach bestrebt, die Werte, Normen und Rituale des Judentums in Einklang zu bringen mit der modernen bürgerlichen Gesellschaft. Die Reformbewegung prägte mehr als ein Jahrhundert das jüdische Leben in der Stadt und brachte Persönlichkeiten von internationalem Rang hervor.

Zu den „Gründungsvätern“ der Reformbewegung gehört Rabbiner Dr. Salomon Formstecher (1808 – 1889), dessen 1841 veröffentlichte Studie „Die Religion des Geistes“ die erste philosophische Grundlegung dieser Bewegung darstellt. Mit Rabbiner Dr. Max Dienemann (1875 – 1939) wirkte hier ein Erneuerer jüdischer Frömmigkeit, der die Weitsicht besaß, 1935 die Berlinerin Regina Jonas (1902 – 1944) als erste Frau im Judentum zur Rabbinerin zu ordinieren.

Zu Ehren der Rabbiner hat die Stadt Offenbach im Büsing-Park drei Wege nach ihnen benannt. Das bundesweit einzigartige Wege-Ensemble liegt nahe der früheren Synagoge an der Goethestraße, einem trotz Schändung 1938 äußerlich erhaltenen monumentalen Kuppelbau, und der 1956 an der Kaiserstraße erbauten Synagoge, der ersten in Hessen nach der NS-Diktatur.

Flagge mit Davidstern im Innenhof der Synagoge Jüdische Gemeinde Offenbach K.d.ö.R.
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