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Außen mit Fahne
© Jüdische Gemeinde Offenbach K.d.ö.R.“.

Nur kurze Zeit nach dem Holocaust wurde die Offenbacher Synagoge 1956 erbaut. Es handelte sich um Hessens erste Nachkriegssynagoge. Kurze Zeit später kam auch der erste Gemeinderabbiner nach dem Krieg nach Offenbach am Main. Vor 20 Jahren schließlich wurde der architektonisch hochkarätige Gemeindekomplex an der Synagoge fertiggestellt. Ebenfalls 20 Jahre ist inzwischen der heutige Rabbi Mendel Gurewitz tätig. Zu seinem Dienstjubiläum war es Gurewitz eine Herzensangelegenheit, durch Spenden eine neue Thorarolle für die Gemeinde zu beschaffen. Auch dank seiner großen Beliebtheit unter den Gemeindemitgliedern, ist ihm dieses Vorhaben rasch gelungen. 

Die Thora-Rolle ist der heiligste und wichtigste Gegenstand einer Synagoge und ein wichtiger Bestandteil im jüdischen Gottesdienst. Ihr Inhalt, die fünf Bücher Mose, sind Christen, Muslimen und Juden bekannt und bedeutsam. Als Teil der Bibel ist die Thora in vielen Haushalten in Buchform zu Hause. In der Synagoge hat die Thora jedoch eine ganz besondere Form: als Rolle aus Pergament, mit Tinte und Federkiel per Hand geschrieben. Genau wie das Original, die erste Thora von Mose vor 3.300 Jahren.

Traditionell werden die letzten Buchstaben einer solchen neu geschriebenen Thora-Rolle erst in der Stadt eingefügt, in der sie bleiben soll. Deshalb wird am 2. September 2018 die neue Rolle zunächst im Rathaus der Stadt zu Ende geschrieben. Danach wird die Thora-Rolle feierlich in die Synagoge getragen und mit einem Fest eingeweiht. „Für uns ist die Teilnahme an diesem wichtigen religiösen Akt eine große Ehre“, sagt Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke. Er hofft, dass viele Bürgerinnen und Bürger Offenbachs an der Thora-Einweihung teilnehmen. Mehr über die Gemeinde ist unter www.jgof.de im Internet zu erfahren.

Offenbach am Main, 2. Juli 2018