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Kirche Sankt Josef
© Stadt Offenbach
Zuvor von der Mutterpfarrei St. Paul seelsorgerisch betreut, wurde im April 1921 die katholische Pfarrei St. Josef in Offenbach errichtet. Eine Notkirche als Gottesdienstraum war bereits ein Jahr zuvor geweiht worden. Dabei sahen die Pläne zunächst eine Heeresbaracke aus dem Ersten Weltkrieg umgestaltet als Gottesdienstraum vor. Das Gebäude, das nach dem Bau der St. Josefkirche als Jugendraum diente und während des NS-Regimes als Silo für Schweinefutter zweckentfremdet worden war, war bei einem Fliegerangriff 1941 stark beschädigt worden. Die baulichen Reste dienten nach dem Ende des Krieges zum Aufbau der St. Konradkirche.
Die heutige St. Josefkirche wurde zwischen 1930 und 1932 erbaut und konnte nach einer Bauunterbrechung wegen fehlender Finanzmittel - bedingt durch die Weltwirtschaftskrise - nicht zuletzt durch eine großzügige Spende eines jüdischen Mitbürgers der Stadt vollendet werden. Die Altarbilder von Maria und Josef wurden 1938 angeschafft. Die ursprüngliche Innengestaltung durch Paul Meyer-Speer, Leiter der Renovierung des Mainzer Doms in den 1920er Jahren, wurde durch eine Renovierung 1960 vernichtet. Erst bei der Renovierung 1984 konnte eine zuvor aufgebaute optische Schranke zwischen Altarraum und Schiff wieder beseitigt werden.
Die drei Glocken der St. Josefkirche wurden 1931 eingeweiht und 1942 für Kriegszwecke beschlagnahmt, sie kamen jedoch 1947 wieder zurück nach Offenbach. Zum seelsorgerischen Bezirk von St. Josef gehört auch das Städtische Klinikum. Insgesamt betreut die Gemeinde derzeit rund 4.600 Gläubige. Zum Gemeindeleben gehören unter anderem neben einem Kindergarten, eine katholische öffentliche Bücherei, zwei Chöre sowie Senioren- und Jugendangebote.