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Fahnen vor der Yavuz-Selim-Moschee
© Stadt Offenbach
Es ist das Schicksal von Gotteshäusern in der Innenstadt, dass man sie nicht wie bei einem Dorf von weither sieht. Bei der Yavuz Selim Moschee, der ältesten in Offenbach, ist es ebenso. Erst, wer vor dem Eingang zum Innenhof in der Bleichstraße steht, sieht das mit Mosaiken geschmückte Minarett und die frisch gestaltete Eingangsfassade der Moschee. Nicht nur der aus Messing gestaltete Halbmond auf dem Minarett ist auf die Gebetsrichtung, nach Mekka, orientiert. Selbst die stilvollen Teppichmuster weisen in diese Richtung.
Die Yavuz Selim Moschee ist mit allem qualität- und kunstvoll eingerichtet, was eine Moschee prägt. Statt Bildern und Statuen schmücken in teils in Blattgold gefertigte Kalligraphien Schriftzitate den Raum – ebenso wie die original aus der Türkei gelieferten schmuckvollen Fliesen. Die Gebetsnische, die ‚Mihrab‘, weist nicht nur die Gebetsrichtung, sie wirkt auch akustisch verstärkend und ist ebenso aufwendig gestaltet wie der Kanzelaufbau der ‚Minbar‘. Die Kanzel wurde von dem Mühlheimer Kunsthandwerker Halim Engin, der auf Moscheeausstattungen spezialisiert ist, gestaltet. Die Gemeinde verfügt seit 1977 über ein eigenes Gotteshaus, zunächst in der Domstraße. Seit 1980 verfügt sie über den Gemeinde- und Moscheekomplex in der Bleichstraße, der 2005 durch die der Gemeinde freundschaftlich verbundenen Architekten Celal Bulut und Haluk Özbegli komplett umgestaltet wurde.