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Eine leere Trainingsbahn auf dem Sportplatz
Neue Regelungen für den Vereinssport beschlossen © Remaztered Studio via Pixabay

Ab dem 1. August 2020 können in Hessen Mannschaftssportarten wieder ohne Anzahlbeschränkung ausgeübt werden. Die bisherige Regelung erlaubte Kontaktsportarten nur mit maximal zehn Personen. Die hessische Landesregierung hatte diese Lockerung vor dem Hintergrund einer überwiegend stabilen Lage der Pandemie in Hessen beschlossen. Damit können die Saisonvorbereitung und der Spielbetrieb in den Ballsportarten wie beispielsweise Fußball, Handball und Volleyball wieder durchgeführt werden. Grundlage und Voraussetzung bleibt aber der vom Gesundheitsamt der Stadt Offenbach vorgelegte Corona-Hygienerahmenplan zur Nutzung der Sporthallen und die damit verbundene Einhaltung der Hygieneregeln in den Vereinen. Insbesondere beim Zugang zu den Sportstätten durch die Sporttreibenden sollten Warteschlangen vermieden und in den Umkleiden sowie Sanitäranlagen auf Abstands- und Hygieneregeln geachtet werden. Zuschauer sind bei Sportveranstaltungen wieder zugelassen, sofern der gebotene Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann sowie jeder Person drei Quadratmeter zur Verfügung stehen und ein geeignetes Hygienekonzept vorliegt.

Um im Fall einer Infektion die Rückverfolgung zu erleichtern, müssen in Hallen (geschlossene Räume) u.a. die Sitzplätze der Zuschauer personalisiert vergeben werden. Vereins- und Versammlungsräume können ebenfalls wieder genutzt werden. Auch hier gelten die vorgenannten Vorgaben zu Mindestabstand, Drei-Quadratmeter-Regel und Personalisierung der Sitzvergabe wie auch dem Führen einer Adressliste zwecks Ermöglichung der Nachverfolgung und Umsetzung eines geeigneten Hygienekonzeptes. „Uns ist bewusst, dass das Führen von Teilnehmerlisten und das Personalisieren von Plätzen einen sehr großen Aufwand für die Vereine bedeutet. Es muss aber jeder verstehen: die jetzt erreichte Möglichkeit, mit Corona eine neue Art Alltag zu erreichen hängt brutal davon ab, dass wir alle Ausbrüche sofort wieder eindämmen können. Dies wiederum geht ausschließlich durch die lästigen aber zwingend notwendigen klaren Angaben, wer wann wo war“ erklärt Oberbürgermeister und Sportdezernent Dr. Felix Schwenke den Grund der Regelungen.

Oberbürgermeister Schwenke lobte das Verhalten der Sportlerinnen und Sportler in den vergangenen Wochen. „Der verantwortungsbewusste Umgang der Vereine mit den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie hat wesentlich dazu beigetragen, dass diese Lockerungen jetzt beschlossen werden konnten. Für die Vereine ist diese Situation eine gute Chance, ihren Mitgliedern wieder individuellen Vereinssport anzubieten Weiterhin gilt es aber, achtsam mit dieser Situation umzugehen. Wir sehen aktuell an vielen Stellen in Europa aber auch hier bei uns in Offenbach, dass das Virus wirklich innerhalb ganz weniger Tage wieder zurückkommen kann. Das dürfen wir dem Sport, der Kultur und der Wirtschaft nicht zumuten. Wir müssen es weiterhin vermeiden, dass das Virus die Möglichkeit hat, sich weiter auszubreiten.“

Weitere Hallen für den Vereinssport freigegeben

Wie Schuldezernent Paul-Gerhard Weiß mitteilt, können neben den bereits Mitte Juni für den Sportbetrieb freigegebenen städtischen Schulsporthallen nun auch wieder die obere Turnhalle der Schillerschule und die Turnhalle der Schule Bieber in der Mauerfeldstraße von den zugelassenen Vereinen genutzt werden. „Beide Hallen wurden nach kleineren Umbauten beziehungsweise Wartungs- und Reparaturarbeiten an den Fenstern durch das Stadtgesundheitsamt überprüft. Die Lüftungsmöglichkeiten wurden jetzt als ausreichend erachtet. Die Sporthallen können damit den Vereinen wieder zur Verfügung gestellt werden“, so Weiß. Bei Rückfragen können die Vereine sich an die bekannten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner unter der E-Mail-Adresse sportbelegunggbm-ofde wenden.

Verpflichtende Meldung für Reiserückkehrer aus Risikoländern

Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke appelliert trotz der Lockerungen weiterhin an die Vereine: „Die Hauptgefahr einer Übertragung der Coronaviren geht von der Ausatemluft und den sich daraus bildenden Aerosolen von Erkrankten aus. Beim Sport wird natürlich kräftiger geatmet, daher ist Sport am sichersten im Freien oder in gut gelüfteten Hallen. Auch die Vereine können auf Reiserückkehrer aus Risikogebieten achten und ihre Vereinsmitglieder bitten, sich nach der Reise testen zu lassen und bei besonders atemintensiven Sportarten sicherheitshalber noch 14 Tage nicht an den Sportangeboten teilzunehmen“.

Das Stadtgesundheitsamt Offenbach weist an dieser Stelle nochmals darauf hin, dass Rückkehrer aus Regionen, die vom Robert-Koch-Institut (RKI) als Risikogebiet eingestuft werden, bei ihrer Rückkehr sofort in eine 14-tägige häusliche Quarantäne müssen. Diese Personen müssen sich in solch einem Fall umgehend selbstständig an das Stadtgesundheitsamt wenden. Die Quarantäne kann aufgehoben werden, sofern ein ärztliches Attest vorgelegt wird, das belegt, dass keine Corona-typischen Symptome vorhanden sind. Zusätzlich muss der schriftliche Nachweis eines negativen Coronatests vorliegen. So lange sind Kontakte zu anderen Menschen nicht zulässig.

„Jeder Einreisende ist verpflichtet sich vor der Rückkehr, noch während des Aufenthalts im Ausland, eigenständig zu informieren, da sich die Risikogebiete täglich ändern können“, so der Leiter des Stadtgesundheitsamtes, Dr. Bernhard Bornhofen. Die Liste der Risikogebiete wird laufend aktualisiert und ist auf den Seiten des RKI unter www.rki.de zu finden.

Für die verpflichtende Meldung für Personen, die aus Risikogebieten zurückkehren, wird dabei ein beschleunigtes Verfahren unter www.offenbach.de/return in digitaler Form angeboten. Nach Absenden des ausgefüllten Formulars nimmt das Stadtgesundheitsamt Kontakt mit den Betroffenen auf.

31. Juli 2020