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Schwimmer
© georg-foto.de, offenbach
Rechtzeitig zu den Sommerferien nimmt das Waldschwimmbad auf der Rosenhöhe seinen Betrieb wieder auf. Zunächst können in einer einwöchigen Testphase ab 22. Juni alle Vereinsmitglieder des EOSC und des WVO wieder schwimmen.

Ab 29. Juni darf auch die Öffentlichkeit wieder ins Bad, wie Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke mitteilt: „Der Corona-Verwaltungsstab hat einem vom Badbetreiber EOSC in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt vorgelegten Konzept zugestimmt, das die Nutzung des Bades unter strengen Hygiene- und Abstandsregelungen wieder ermöglicht. Wichtig war uns, dass jeden Tag so viele Offenbacherinnen und Offenbacher wie möglich schwimmen gehen können, ohne dass dabei jemand einem Risiko ausgesetzt wird.“

Die besonderen Umstände in diesem Jahr sind den Corona-bedingten Vorgaben der Hessischen Landesregierung zur Nutzung von Hallen- und Freibädern geschuldet: So darf sich pro fünf Quadratmetern Wasserfläche nur eine Person im Becken aufhalten. Mit der Öffnung des 50-Meter-Beckens unter der Traglufthalle sowie des 25-Meter-Beckens im Freien dürfen sich demzufolge im Waldschwimmbad zeitgleich bis zu 338 Personen im Wasser befinden. Da auch die Liegewiese geöffnet wird und sich aus der Erfahrung des EOSC mindestens rund ein Drittel der Besucher vorrangig dort aufhält, hat der Verwaltungsstab der Stadt entschieden, dass zeitgleich bis zu 500 Menschen nach vorheriger Online-Anmeldung auf das Gelände dürfen.

Schwimmen in Zeitblöcken nach vorheriger Online-Anmeldung

„Um in dieser stark verkürzten Freibadsaison vielen Menschen, insbesondere auch Familien in den Ferien, die Gelegenheit für einen Ausflug ins Schwimmbad zu geben, haben wir die tägliche Nutzung auf drei Zeitfenster von jeweils drei Stunden festgelegt“, begründet Schwenke die Idee der Zeitfenster. Zutritt erhalten Badegäste jedoch nur, wenn sie sich vorab online angemeldet haben. Sie können bei der Anmeldung auswählen zwischen folgenden Zeitfenstern: von 8 bis 11 Uhr, 12 bis 15 Uhr und 16 bis 19 Uhr. Pro Zeitfenster erhalten 500 Menschen Eintritt. Jeweils nach Ablauf der Zeit, also immer bis 11.15 Uhr, 15.15 Uhr und 19.15 Uhr müssen alle Menschen das Schwimmbadgelände verlassen haben. Es folgt eine Grundreinigung, anschließend dürfen die Gäste des nächsten Zeitfensters hinein. Ab 20 Uhr abends sind die Becken den Vereinsmitgliedern vorbehalten.

Laut EOSC-Vorsitzenden Matthias Wörner werden auch die Sanitärräume und die Umkleiden geöffnet. Dort besteht ebenso wie im Kassenbereich Maskenpflicht. Dank einer Spende der Sparkasse Offenbach werden in den kommenden Wochen auch auf dem Freigelände zusätzliche Umkleidekabinen aufgestellt. Vor dem Sprung ins Wasser müssen sich die Badegäste die Hände desinfizieren. Wegen der Gefahr einer Übertragung des Virus durch Aerosole besteht auch im Wasser die Pflicht Abstände einzuhalten. In den Becken werden breite Bahnen eingerichtet, in denen im Kreisverkehr geschwommen werden darf. Die Traglufthalle über dem 50-Meter-Becken bleibt aus Kosten- und Zeitgründen in diesem Jahr stehen. Sie war nach der Wintersaison nicht abgebaut worden, will unklar war, wie die Corona-Entwicklung verlaufen würde und auf jeden Fall keine unnötigen Kosten produziert werden sollten. Da dann im Herbst auch keine Sperrung für den erneuten Aufbau nötig ist, werden so zwei Wochen Schwimmzeit für alle gewonnen. „Das Stadtgesundheitsamt hat die Halle und die Durchlüftung der Halle vor Ort überprüft und zur Nutzung freigegeben, da in der nur durch Tragluft gehaltenen Halle kein höheres Infektionsrisiko besteht“, macht Wörner klar, dass der Verwaltungsstab diese Entscheidung gründlich geprüft hat.

„Der Aufenthalt im Schwimmbad ist in diesem Jahr nicht zu vergleichen mit sonst“, so Oberbürgermeister Schwenke. „Es müssen Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden, um die Ansteckungsgefahr zu verringern. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass die Stadt und der EOSC mit diesem Nutzungskonzept ein gutes Angebot machen. Dank der Regelung, das Bad jeweils bis zu drei Stunden am Tag nutzen zu können, lohnt sich der Besuch und der Aufenthalt auf der Liegewiese, sodass es in Offenbach auch an heißen Tagen zumindest für einen kleinen Teil der Menschen die Möglichkeit gibt, sich zu erfrischen und zu erholen.“

Eintrittskarten im Voraus buchen

Auch Matthias Wörner vom EOSC freut sich, endlich wieder loslegen zu können. Zugleich verweist er auf die Herausforderungen für sein Team und die steigenden Kosten durch mehr Reinigungsintervalle: „Die Corona-Regelungen bereiten uns einen erhöhten Aufwand. Deswegen bitte ich alle Besucherinnen und Besucher, Diskussionen mit dem Badepersonal zu unterlassen. Wir machen das alles nicht zum Spaß, sondern zum Schutz der Badegäste und unseres Personals.“ Wer sich trotz Aufforderung nicht an die Regeln hält und zum Beispiel das Gelände nach der Nutzungszeit nicht verlassen will, wird des Bades verwiesen und im Buchungssystem dauerhaft geblockt. „Die Stadtpolizei wird den EOSC bei der Umsetzung der Regelungen unterstützen. Die Haus- und Badeordnung ist im Zuge der Online-Buchung zu akzeptieren“, kündigt Bürgermeister und Ordnungsdezernent Peter Freier eine enge Zusammenarbeit mit dem EOSC an.

Die Eintrittspreise bleiben unverändert. Für alle Personen, auch Kleinkinder, müssen Eintrittskarten im Voraus gebucht werden. Buchungen sind möglich bis zu sieben Tage im Voraus. Das Buchungssystem ist ab voraussichtlich Sonntag, 21. Juni, auf www.eosc-ticket.de freigeschaltet. Die Badegäste erhalten nach der Buchung einen QR-Code, der beim Betreten und Verlassen des Bades gescannt wird. Senioren oder beispielsweise Menschen mit Behinderungen, die keine Möglichkeit zur bequemen Anmeldung über den Computer oder das Smartphone haben, können sich ein Ticket an der Tageskasse vor Ort kaufen. Die Kontaktdaten sind an der Kasse zu hinterlegen und werden gemäß den gesetzlichen Regelungen für vier Wochen aufbewahrt und danach vernichtet.

19. Juni 2020