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Sport
© emanoo / photocase.de
„Die Ereignisse der letzten Monate und die damit verbundenen Einschränkungen und Maßnahmen, um persönliche Kontakte so weit wie möglich zu vermeiden, sind auch an den Offenbacher Sportvereinen nicht spurlos vorbeigegangen. Im Kampf gegen das Coronavirus und zum Schutz der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt hatte das Land Hessen unter anderem die Sporthallen für alle Vereinsaktivitäten geschlossen. Die Entwicklungen der Infektionszahlen im Stadtgebiet zeigen, dass diese Entscheidung richtig und wichtig war. Mit den langsam eintretenden Lockerungen dürfen wir nun als Stadt den Vereinen eingeschränkt ermöglichen, dass sich die Mitglieder wieder gemeinsam sportlich in den Sporthallen betätigen können. Das werden wir nun auch tun“, so Oberbürgermeister und Sportdezernent Dr. Felix Schwenke.

Der Verwaltungsstab der Stadt Offenbach hat in seiner Sitzung am 5. Juni 2020 beschlossen, Turnhallen der Stadt Offenbach, bei denen die Umsetzung der Hygienemaßnahmen möglich sind, so schnell wie möglich für den Vereinssport zu öffnen. Seit dem 15. Juni sind die städtischen Schulsporthallen nun teilweise für die Vereine im Breiten- und Freizeitsport wieder zugänglich. „Von der Nutzung ausgeschlossen ist die Halle im Altbau der Leibnizschule, die von der Schule als Fläche für den regulären Unterricht genutzt wird, damit die dortigen Abstandsregelungen eingehalten werden können. Weiterhin können nur die Hallen freigegeben werden, in denen das Gesundheitsamt eine ausreichend schnelle Durchlüftungsmöglichkeit sieht“, so Schuldezernent Paul-Gerhard Weiß.

Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke bat in einem Schreiben an die Vereine darum, deren Bedarf an Hallen- und Sportplatznutzungen, wie allgemein üblich, bei den Ansprechpartnern der GBM anzumelden. „Da aktuell nicht alle Hallenkapazitäten genutzt werden können, müssen wir neue Belegungspläne mit der zur Verfügung stehenden Raummenge erstellen. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden alles dafür tun, damit eine gerechte Zuteilung für alle Vereine gewährleistet werden kann. Dabei versuchen wir, die bisherigen Zeiten zu ermöglichen. In einigen Fällen kann es aber zu veränderten oder eingeschränkten Nutzungszeiten kommen“, so der Oberbürgermeister.

Grundlage und Voraussetzung für die Öffnung für Offenbacher Vereine ist der vom Gesundheitsamt der Stadt Offenbach vorgelegte Corona-Hygienerahmenplan zur Nutzung der Sporthallen. Dieser Hygienerahmenplan gilt für alle zugelassenen Nutzer von Schulturnhallen in der Stadt Offenbach außerhalb des schulischen Unterrichts. Die jeweiligen Nutzer und Sportvereine sind für die Durchführung der dort beschriebenen Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen verantwortlich. Außerdem müssen die Vereine sportartspezifische eigene Hygienepläne ergänzend zu dem Rahmenplan einsetzen.

Trainings- und Wettkampfbetrieb unterscheidet nach aktueller Rechtslage entlang der zehn Personen Grenze: mit Kontakt darf er in einer Gruppe mit höchstens zehn Personen stattfinden. Kontaktfrei und zusätzlich unter Einhaltung eines Mindestabstandes von 1,5 Metern darf er auch mit mehr als zehn Personen stattfinden. Zuschauer sind sowohl im Trainings-, als auch im Wettkampfbetrieb nicht gestattet.

Die Stadt Offenbach reinigt werktäglich einmal die Hallen inklusive der WC-Räume und Sammelumkleiden. Darüber hinaus muss der jeweilige Verein selbstständig und eigenverantwortlich für eine Reinigung und Desinfektion von Übungsgeräten sorgen. Ebenfalls sind die Nutzer dafür verantwortlich, dass regelmäßig gelüftet und Teilnehmerlisten geführt werden.

„Einzelumkleiden, Wechselspinde und Schließfächer sowie sanitäre Anlagen (Dusch- und Waschräume, Toiletten) dürfen nur unter Beachtung der Empfehlungen des Robert Koch-Instituts für Hygiene genutzt werden. Sammelumkleiden können von höchstens einer Person je angefangener 5 Quadratmeter Grundfläche genutzt werden, soweit keine festen Trennvorrichtungen angebracht sind. Die GBM aus dem Geschäftsfeld Immobilien der Stadtwerke Offenbach reinigt die Duschen, Waschbecken und Toiletten täglich, stellt gebrauchsfertiges Flächendesinfektionsmittel, Seife und Papierhandtücher bereit und sperrt die Räume ab, die nicht genutzt werden dürfen“, so Paul-Gerhard Weiß, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der GBM ist.

Oberbürgermeister Schwenke bittet darum, achtsam mit den Lockerungen umzugehen: „Angesichts der weiterhin nicht abgeschlossenen Corona-Pandemie und der Fähigkeit des Virus, sich beim Auftreten sehr schnell auszubreiten, ist auch in den kommenden Wochen Vorsicht für uns alle klüger.“

In den Sommerferien werden sowohl die Sportanlagen als auch die Sporthallen von den Vereinen zumindest in eingeschränkter Form genutzt werden können. Das bedeutet, dass mit Ausnahme des SANA-Sportparks, bei dem die Absprachen zwischen den nutzenden Vereinen und der SFO Sport- und Freizeit GmbH Offenbach erfolgen, keine Platzsperrungen für die Rasenregeneration durchgeführt werden, da die GBM alle Pflegeeinheiten, die üblicherweise in der sommerlichen Rasenregenerationszeit erledigt werden, vollumfänglich vorgezogen hat. Für die Sporthallen werden die zuständigen Fachämter und die GBM bei der Erstellung des Nutzungsplans die bereits geplanten und beauftragten Grundreinigungs- und Sanierungsmaßnahmen berücksichtigen.

„Die ständigen Änderungen werden auch zu Unklarheiten führen. Ich bitte daher, im Zweifelsfall immer den direkten Kontakt zu suchen. Für Rückfragen stehen den Vereinen die bekannten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner unter der E-Mail-Adresse sportbelegunggbm-ofde zur Verfügung. Mit ein wenig Geduld werden wir alle Fragen lösen und den Vereinen wieder Freude am Sport ermöglichen“, so Schwenke abschließend.

Offenbach am Main, 17. Juni 2020