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Kind unter Wasser
© OlegDd/ Pixabay.com
Zur Sanierung des Waldschwimmbades hat die Stadt Offenbach im Frühjahr 2020 eine Konzeptstudie in Auftrag gegeben, die zum Jahresende die Maßnahmen benennen soll, durch die das Waldschwimmbad langfristig und ganzjährig durch die Öffentlichkeit, die Offenbacher Schulen und den EOSC sowie weitere Vereine genutzt werden kann.

Um die Maßnahmen finanzieren zu können, ist eine umfangreiche Unterstützung aus Fördergeldern nötig. Bisher stand dabei das SWIM-Programm des Landes Hessen im Fokus. Jetzt will der Magistrat zusätzlich versuchen, auch aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ Mittel einzuwerben und bittet die Stadtverordneten dafür um grünes Licht. Um noch fristgemäß Gelder für das Jahr 2021 beantragen zu können, soll die Stadtverordnetenversammlung in ihrer Sitzung am 5. November genehmigen, Mittel in Höhe von 3.510.500 Euro Fördergelder zu beantragen.

Vor Abschluss der Konzeptstudie steht schon fest, dass die Erreichung des Gesamtprojektziels „Langfristige Sicherstellung von ganzjähriger Nutzung und ganzjährigem Betrieb sowohl für die Offenbacher Schulen, den Ersten Offenbacher Schwimmclub (EOSC) und die Öffentlichkeit“ nur dauerhaft und erfolgreich sichergestellt werden kann, wenn unter anderem ein Infrastrukturgebäude mit Badewassertechnik, Eingang mit Kasse, Personalräume, Vereinsräume, Umkleiden und Sanitärräume für Badbesucher errichtet wird. Der Inhalt der Förderanträge, die sowohl beim Bund als auch beim Land gestellt werden, ist daher die Bezuschussung der Planung, Beschaffung und Errichtung des ersten Bauabschnitts des Infrastrukturgebäudes einschließlich vorübergehender Verlagerung von Umkleidebereichen. Die Planer werden dabei so vorgehen, dass – wie von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen – bis zuletzt auch die Möglichkeit einer umfangreicheren Lösung für das Schwimmbad bis hin zu einer Lösung mit einem 25-Meter-Hallenbad offenbleibt. „Realistisch ist eine solche Variante aber nicht“, warnt Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke vor falschen Hoffnungen. „In erster Linie geht es darum, genügend Geld einzusammeln, um überhaupt eine Grundsanierung hinzubekommen.“  

Das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ sieht eine Finanzierung in Höhe von bis zu 90 Prozent vor (der maximale Zuschussbetrag beträgt dabei 3 Millionen Euro). Des Weiteren wird eine Förderung der Maßnahme durch das Landesprogramm SWIM in Höhe von 30 Prozent des Gesamtvolumens der Maßnahme angestrebt (maximaler Zuschussbetrag 1 Million Euro). „Auch wenn Einnahmen der Landesförderung leider von der Bundesförderung abzuziehen sind, wäre ich sehr froh, wenn wir mit Unterstützung Dritter einen weiteren Meilenstein in Bezug auf die deutliche Verbesserung des einzigen Offenbacher Schwimmbades in Angriff nehmen können“, betont Oberbürgermeister Schwenke. „Mit dem Beschluss der Stadtverordneten wird eine Maßnahme beantragt, die bei jedem möglichen Ergebnis der Konzeptstudie zur weiteren Entwicklung des Bades beiträgt. Nach Vorstellung der Studie wird die Stadt gemeinsam mit dem EOSC sodann über weitere Maßnahmen bezüglich der Entwicklung des Waldschwimmbades entscheiden.“

5. November 2020