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Sporthalle
© Pixabay/CC0
Im Herbst 2019 startete der Prozess der Sportstättenentwicklungsplanung, der die Sicherung und Stärkung der sportlichen Infrastruktur in Offenbach zum Ziel hat. Nach einem halben Jahr sind die Planungen, trotz der anhaltenden Corona-Pandemie, unverändert im Zeitplan. Die Bestandserhebung der städtischen Sportanlagen und Sporthallen wurde von dem mit der Umsetzung der Planung beauftragten städtischen Sportmanagement bereits im Januar 2020 abgeschlossen. Zeitgleich wurde die Bestandsaufnahme der Offenbacher Sportvereine mit eigenen Sportstätten gesondert erfasst.
Mitte Januar wurden alle Offenbacher Sportvereine eingeladen, sich mittels einer Online-Befragung an der Entwicklungsplanung zu beteiligen. Insgesamt 78 Vereine und Abteilungen gaben eine Rückmeldung ab und nahmen Stellung zu Fragen rund um Offenbacher Sportstätten, ihren Bedarf an Sportraum und ihre Wünsche bei der künftigen Gestaltung der Sportflächen im Stadtgebiet.

„Unser Ziel ist der Erhalt und die weitere Förderung von städtischen sowie vereinseigenen Sportstätten für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Sie sind ein sehr wichtiger Baustein des sozialen Zusammenhaltes in einer Großstadt“, erklärt Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke. „Dabei war es mir wichtig, dass wirklich alle Vereine die Chance bekommen, ihre Meinung abzugeben“, so Schwenke weiter.

In Kürze führt das Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung (IKPS), in Abstimmung mit dem städtischen Sportmanagement, individuelle Interviews mit Vereinen mit über 400 Mitgliedern und/oder vereinseigenen Anlagen. Diese Vereine stellen mehr als 80 Prozent aller organisierten Sportler im Offenbacher Stadtgebiet.

Unterstützend bereitet das Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement gemeinsam mit dem städtischen Sportmanagement derzeit eine anonyme Online-Befragung von über 6000 Offenbacherinnen und Offenbachern vor. Per Zufallsprinzip werden die Personen angeschrieben und eingeladen, online einen anonymisierten Fragebogen zu ihrem Nutzerverhalten im Sport, auf städtischen Sportstätten und im öffentlichen Raum zu beantworten. Da der Datenschutz bei der Auswertung der Daten absolute Priorität hat, wird der Prozess auch vom städtischen Datenschutzbeauftragten beratend begleitet.

„Die Befragungen der Sportvereine und der Offenbacher Bürgerinnen und Bürger ist der spannendste Abschnitt der Sportstättenentwicklungsplanung. Hier bekommt der Magistrat aus erster Hand direkt von den Nutzern Hinweise darauf, welche Punkte ihnen am wichtigsten sind. So planen wir nicht am Bedarf vorbei und können später mit den gewonnenen Erkenntnissen bei der Umsetzung der Maßnahmen effizient handeln“, zeigt sich Schwenke zuversichtlich, stellt aber gleichzeitig klar, dass man keine Wunder erwarten dürfe. „Die Corona-Krise wird sicher Einfluss auf investive Projekte nehmen. Solange die Schulbausanierung andauert, solange werden auch nicht alle Sportanlagen blitzschnell fertig gestellt werden. Es wird einer schrittweisen, seriösen Abarbeitung bedürfen“, macht Schwenke deutlich, dass auch nach dem Plan Geduld erforderlich ist.

Hintergrund

Die Stadtverordnetenversammlung hat 2018 beschlossen, dass der Magistrat einen Sportstättenentwicklungsplan für die Stadt Offenbach am Main erstellen und der Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung vorlegen soll.

Nach Durchführung eines Ausschreibungsverfahrens hat der Magistrat auf Antrag von Oberbürgermeister und Sportdezernent Schwenke in seiner Sitzung am 30. Oktober 2019 die Vergabe für die Erarbeitung eines Sportstättenentwicklungskonzepts an das Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung GbR (IKPS) in Stuttgart beschlossen. Die Stadt Offenbach erwartet als Ergebnis des Prozesses konkrete Handlungsempfehlungen für zeitgemäße infrastrukturelle Rahmenbedingungen auf der Grundlage einer wissenschaftlich fundierten Bedarfsanalyse. Diese Empfehlungen werden in den kommenden Monaten gemeinsam mit einer kooperativen Planungsgruppe diskutiert. Für die Erstellung des Sportstättenentwicklungsplans ist das städtische Sportmanagement federführend und wird vom Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement unterstützt.

 

Offenbach am Main, 27. Mai 2020