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Grafik Programmgebiet Nordend
Programmgebiet Nordend © Stadt Offenbach

„In den Fördergebieten des Programms 'Sozialer Zusammenhalt' wollen wir nicht nur bauliche Projekte umsetzen, sondern auch das bürgerschaftliche Engagement stärken. Damit das gelingt, stellen wir nun Geld in Form der Verfügungsfonds bereit, das direkt von den Menschen vor Ort für das Quartier verwendet werden kann. Die Runden Tische in den Quartieren können dabei selbst entscheiden, welche Projekte unterstützt werden“, so fasst Stadtrat Paul-Gerhard Weiß zusammen, was sich hinter dem etwas sperrigen Titel „Verfügungsfonds“ verbirgt und welches Ziel die Stadt damit verfolgt.

Die Stadtteile Nordend und Senefelderquartier sowie südliche Innenstadt sind seit mehreren Jahren im Städtebauförderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ (vormals HEGISS) und werden mit Geld des Bundes und des Landes unterstützt. Im Nordend wurde etwa der Spielplatz Johannes-Morhart-Straße gefördert und auch der Umbau des Nordrings wird darüber bezuschusst. Im Senefelderquartier wird in diesem Jahr die kleine Grünfläche an der Fußgängerunterführung von der Kurzen Straße zur Feldstraße umgestaltet. Neben der baulichen Erneuerung ist es ein besonderes Anliegen, die Bewohnerinnen und Bewohner dieser Quartiere aktiv in die Erneuerung mit einzubeziehen. So gab es in beiden Quartieren umfangreiche Beteiligungsmöglichkeiten bei der Erarbeitung der sogenannten Integrierten Entwicklungskonzepte, in denen die wesentlichen Ziele der Erneuerung definiert und erste Projekte benannt wurden. Um den Austausch zwischen Stadtverwaltung und Bewohnerschaft zu verstetigen, ist in beiden Gebieten ein Quartiersmanagement aktiv, das eine kontinuierliche Anlaufstelle für Fragestellungen rund um die Nachbarschaft bietet.

Der Magistrat hat in seiner letzten Sitzung beschlossen, in den beiden Fördergebieten nun jeweils 10.000 Euro jährlich bereitzustellen, um Projekte von Menschen in den Quartieren zu unterstützen. „Die Voraussetzung dafür ist, dass damit ein Mehrwert für die Nachbarschaft erzielt wird. So können etwa Straßenfeste und Verschönerungsaktionen ebenso gefördert werden wie kleine Projekte zur Belebung von Erdgeschosszonen oder zur Umgestaltung von Vorgärten und auch Kultur- und Sportprojekte. Besonders hervorzuheben ist, dass auch kleine Zuschüsse zu Dach- und Fassadenbegrünungen möglich sind“, erläutert Stadträtin Sabine Groß, deren Dezernat für das Quartiersmanagement im Rahmen des Stadtentwicklungsprogrammes zuständig ist.

Damit für alle nachvollziehbar ist, was gefördert werden kann und was nicht, gibt es eine städtische Richtlinie, in der zudem alle wesentlichen Schritte beschrieben sind, die für eine Antragstellung notwendig sind. Alle Information und Formulare zu den Verfügungsfonds finden sich auf der Seite der Stadt Offenbach unter der Adresse: www.offenbach.de/verfuegungsfonds sowie in den Stadtteilbüros am Goetheplatz und in der Hermannstraße.

Damit die Gelder auch wirklich an die passenden Stellen im Quartier gelangen, wird auch die Entscheidung darüber, welche Projekte gefördert werden sollen, vor Ort getroffen. Die Runden Tische, die es in beiden Stadtteilen bereits gibt, werden sich dazu in ihrer nächsten Sitzung als Entscheidungsgremium konstituieren.

Grafik von der Südlichen Innenstadt
Programmgebiet Südliche Innenstadt © Stadt Offenbach

Jeder kann sich beteiligen

Die nächsten Termine für die Runden Tische sind im Nordend am 24. August um 17 Uhr und in der Südlichen Innenstadt am 25. August um 17 Uhr.  

Wer Interesse hat, sich dort zu beteiligen, kann sich an das Quartiersmanagement unter infonordend.quartier-offenbachde sowie infosenefelder.quartier-offenbachde per E-Mail wenden.

Anträge für den Verfügungsfonds kann jeder und jede Person oder Gruppe stellen. Man muss nicht im Gebiet wohnen. Voraussetzung ist aber, dass das Projekt der Nachbarschaft in einem der Fördergebiete zugutekommen muss.

Die Frist zur Einreichung von Anträgen für die erste Sitzung der Runden Tische wird abweichend von der Richtlinie bis zum 17. August 2020 verlängert.

3. August 2020