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Luftaufnahme Kaiserlei
© Stadt Offenbach
Das Kaiserlei-Gebiet an der Schnittstelle zu Frankfurt ist aus Sicht der Stadt Offenbach am Main das zentrale Element der weiteren Entwicklung Offenbachs zu einem hochwertigen Büro- und Gewerbestandort. Wie die Wirtschaftsförderung mitteilt, ist bereits in den vergangenen Jahren – und damit noch vor dem für 2016 vorgesehenen Umbau des Verkehrsknotens Kaiserlei – eine hohe wirtschaftliche Dynamik am Standort eingetreten.

Neben der Großansiedlung von Hyundai Europe und Hyundai Deutschland hat Siemens einen neuen Standort innerhalb des Gebiets bezogen, das Alpha-Haus wurde gebaut, McDonalds hat seine Zentrale für Südwestdeutschland dort angesiedelt, das kurzzeitig leer gestandene Hotelgebäude hat eine chinesische Investorengruppe übernommen und das Logic-Haus wurde etabliert. „Dort haben sich deutschland- und weltbekannte Tonstudios niedergelassen“, berichtet Jürgen Amberger, Leiter der Wirtschaftsförderung Offenbach. „Das hat sich zu einem Schwerpunkt der regionalen Musikindustrie entwickelt.“

Zu den weiteren wichtigen Dynamiken zählt der Verkauf des ehemaligen Wetterdienst-Gebäudes an einen neuen Eigentümer sowie das Vorhaben eines Berliner Investors, das ehemalige KWU-Gelände als Mischgebiet zu entwickeln. „Alle neuen Investoren werden ihre Objekte an den Markt bringen, wodurch wir mit einer Aufwertung rechnen, die auf das gesamte Kaiserleigebiet ausstrahlen wird“, so Amberger. „Die Nachfrage ist seit Jahren gut, das Problem ist vielmehr, dass viele alte Bürogebäude zunächst umgebaut und revitalisiert werden müssen.“ Bis zu einer darauffolgenden Vermarktung vergehe dann mitunter einige Zeit. „Und es kommen ja noch neue Flächen hinzu durch den Rückbau des Kaiserleikreisels. Auch hierdurch wird weitere Dynamik erzeugt.“

Erfreulich ist aus Sicht der Wirtschaftsförderung vor allem, dass seit 1992 mehr als 5.000 neue Arbeitsplätze am Standort Kaiserlei geschaffen wurden. „Das ist uns auch deshalb gelungen, weil wir Unternehmen halten konnten, die Offenbach sonst den Rücken gekehrt hätten.“ Zu nennen sei etwa die Honeywell Building Solutions GmbH, die ihren alten Standort gegen einen neuen am Kaiserlei getauscht hat. Auch das alte Gebäude hat bereits einen neuen Eigentümer gefunden.

Wie Amberger betont, wird Offenbach von großen Makler- und Ratingagenturen stets als Teil des Frankfurter Büromarktes betrachtet. „Wir liegen an der Peripherie der Frankfurter, konnten aber ein zum Teil deutlich höheres Preisniveau als andere periphere Standorte in der Nachbarmetropole etablieren.“ In Offenbach befindet sich der Kaiserlei mit Durchschnittsmieten für Gewerbe in Höhe von 9 Euro zusammen mit der Offenbacher Innenstadt an der Spitze. Gewerbegebiete wie an der Mühlheimer Straße, an der Sprendlinger Landstraße oder in Waldhof liegen mit 5 bis 7 Euro deutlich niedriger. Und auch das Frankfurter Ostend ist mit 12 Euro nicht viel höher als das Kaiserlei-Gebiet. „Klar ist, dass gerade die alten Bürogebäude wenig Mietzins abwerfen, ganz anders sieht das bei modernen Neubauten aus“, so Ambergers Fazit. „Unterm Strich betrachtet sind wir ein peripherer Standort mit hochwertiger Qualität, was sich auch im Preis niederschlägt.“