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© Quartiersmanagement Mathildenviertel
Ein Hinterhofkonzert für die Bewohner veranstalteten am Donnerstag, 3. September, das Quartiersmanagement, Jugendliche des Kinder-, Jugend- und Kulturzentrums (KJK) Sandgasse und Anwohner Matthias Hahl. Die besondere Akustik des Karree 17, das zwischen Gerber- und Mathildenstraße liegt, trug zu einer gelungenen Veranstaltung bei.

Als Bühne diente die in den Hof hineinreichende Dachterrasse des Supermarkts im Erdgeschoss. Mit bester Sicht auf das Konzertgeschehen ließen sich die Bewohnerinnen und Bewohner auf Balkonen und Laubengängen von den Jugendlichen des R’NB‘-Pop-Duo „Session NC“ mitreißen. „Die beiden jungen Offenbacher Chaymaa Rafoud als Sängerin und Nana Ampadu am Keyboard sind eine ganz neue Entdeckung dieser Stadt“, erkennt die Dezernentin für soziale Stadtentwicklung Sabine Groß an. „Umso mehr freut es mich, dass sie hier aufgetreten sind und wie zuletzt auf dem Empfang der Interkulturellen Wochen mit ihren Balladen bei den Zuhörern für Gänsehaut und für Applaus sorgten. Mein Dank geht an das Team des Quartiersmanagements“.

„Die besondere Situation des Karrees ist das akustische Aufeinandertreffen des privaten und des öffentlichen Raumes“, erklärt Quartiersmanagerin Julia Wahl. Es gibt insgesamt 47 Wohneinheiten in der Wohnanlage im Herzen des Mathildenviertels, ein Teil davon als inklusives Wohnprojekt der Nieder-Ramstädter Diakonie. Die gegebene bauliche Situation ist verbunden mit einer hohen Schallintensität. Was durchaus zu Konflikten führen kann, wollten die Organisatoren des Hinterhofkonzertes bewusst für ein besonderes Erlebnis nutzen. Julia Wahl sagt: „Als Quartiersmanagement ging es uns vor allem darum, das positive Potenzial dieses urbanen Raumes zu heben. Das ist das Können der jungen Musiker auf der einen Seite und die Nutzung der baulichen Gegebenheiten als besonderen Klangraum auf der anderen Seite.“

Der Blockinnenbereich des Karrees 17 war vor einigen Jahren im Rahmen des Förderprogramms „Soziale Stadt“ als Quartierspark hergerichtet worden. Auch die Jugendlichen unter anderen der Mathildenschule halten sich gerne in diesem öffentlichen Raum auf. Die Dachterrasse auf dem eingeschossigen Supermarkt wiederum ist der private Raum der Karree-Bewohner, den sie mit viel Einsatz und Liebe in einen tollen Sukkulenten-Garten verwandelt haben.

Unter den derzeitigen Corona-Bestimmungen, die insbesondere das Kulturangebot stark einschränken, verlagert sich mit der Idee der Hinterhofkonzerte die Begegnung im öffentlichen Raum mehr in die privaten Hinterhöfe. Dort, wo diese Räume aufeinandertreffen, können neue Orte der Begegnung und der Nachbarschaft entstehen. Dass sich Anwohner wie Matthias Hahl selbst um die Organisation, um die Stromversorgung oder um das Verteilen von Einladungsflyern kümmern, stärkt die Nachbarschaft und den sozialen Austausch innerhalb des Quartiers. So können urbane Räume zu Wohlfühlorten werden, findet Quartiersmanagerin Julia Wahl. Das Quartiersmanagement unterstützt dabei.

Weitere Informationen:

Julia Wahl unter E-Mail: wahlbsmfde  oder unter der Rufnummer 069 / 40 58 73 34.

Bildinformation:

Die Sängerin Chaymaa Rafoud und Nana Ampadu am Keyboard. Foto: Quartiersmanagement Mathildenviertel

Das Quartiersmanagement ist ein Angebot der Stadt Offenbach für die Bewohnerinnen und Bewohner der vier Stadtteile Lauterborn, Mathildenviertel, Nordend und Südliche Innenstadt/Senefelderquartier. Weitere Informationen unter: www.offenbach.de/quartiersmanagement

Offenbach am Main, 6. Oktober 2020