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Dieses Plakat prangt im Schaufenster des Stadtteilbüros © Quartiersmanagement Mathildenviertel

Seit über drei Wochen prangt nahezu lebensgroß ein Plakat an den Schaufenstern des Stadtteilbüros Mathildenviertel. Es weist auf den weiterlaufenden Bürobetrieb sowie die Telefon- und anderen virtuellen Sprechstunden und Kontaktmöglichkeiten zum Quartiersmanagement hin. Aufgrund der normalen Öffnungszeiten bleibt das Stadtteilbüro auch jetzt tägliche Anlaufstelle für dringende Fragen, für Toilettengänge und die Abholung Gelber Säcke. Das dreiköpfige Team hat sich unter den Corona-Einschränkungen einige Ideen ausgedacht und zeigt, wie man auch unter erschwerten Bedingungen am Puls des Quartiers bleiben kann.

Besonders freut sich das Team jedoch darüber, dass der prall gefüllte „Bücherschrank“ im Stadtteilbüro einen regelrechten Boom erlebt. Den Quartiersmanagern Julia Wahl und Jens Weber ist vor allem wichtig, dass die zentrale Vernetzungsfunktion des Quartiersmanagements erhalten bleibt. So führt das Team bereits seit Beginn der Einschränkungen neben den virtuellen Angeboten ganz „analoge“ Rundgänge durchs Quartier durch. Hierbei werden - unter Wahrung der Distanzregeln - Kurzinterviews mit den Menschen auf der Straße geführt, um mehr über deren Alltagsbewältigung unter Corona zu erfahren. „Uns ist wichtig, den Menschen auf lockere, eher spielerische Art die neuen Distanzregeln nahezubringen und zugleich zu zeigen, dass man dennoch füreinander da sein kann!“ sagen Julia Wahl und Jens Weber unisono.

Die Sozialstadträtin Sabine Groß misst der Kreativität und dem besonderen Einsatz der Quartiersmanager große Bedeutung bei in dieser Zeit und weist dabei auf zwei besondere Highlights hin, die in den zurückliegenden Ostertagen realisiert werden konnten: Über die Spende einer Anwohnerin konnten der Offenbacher Tafel 1000 bunte Ostereier geschenkt werden. Und am Ostersamstag wurde zusammen mit der benachbarten Musiker-Collective RAIR ein Hinterhof-Fenster-und-Balkon-Konzert für die umliegenden Anwohner in der Austraße und der Hermann-Steinhäuser Straße organisiert.“ Dies wurde mit Standing Ovations vieler Zuschauer aus dem Wohnhochhaus bejubelt. Die positive Resonanz aus der Nachbarschaft ist groß, so dass ein weiterer Auftritt bereits in Planung ist. „Gerade in außergewöhnlichen und schwierigen Zeiten wie diesen bedeuten solche Initiativen und praktischen Angebote Beistand und Unterstützung für die Menschen. Daher gilt mein Dank dem gesamten Team im Quartiersmanagement Mathildenviertel sowie auch den Teams in den benachbarten Quartieren“, schließt Sabine Groß.

 

Offenbach am Main, 21. April 2020