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Quartiersmanagerin Ingrid Wittfeld
Quartiersmanagerin Ingrid Wittfeld und Jürgen Zährl, Assistenz, CariJob gemeinn. GmbH, vor dem Stadtteilbüro Lauterborn. © Stadt Offenbach
Konzipiert und gebaut als Wohnquartier für Arbeiter, Angestellte und Akademiker leben heute Menschen unterschiedlicher Bildung und Herkunft im Lauterborn. Durchschnittlich 40 Jahre alt sind die Bewohnerinnen und Bewohner, der Anteil Deutsche – Nicht-Deutsche ist relativ ausgewogen, gleiches gilt für das Verhältnis Frauen und Männer. Soweit die statistischen Daten. Dass es zwischen den Zahlen auch Zwischenräume gibt, weiß Ingrid Wittfeld. Sie ist seit Anfang des Jahres als Quartiersmanagerin im Stadtteilbüro in der Richard-Wagner-Straße aktiv, nachdem sie dort bereits 2012 die Lauterborner Küche etabliert hat.
Da war sie noch für die Caritas aktiv, heute hat Wittfeld, wie sie selbst sagt, „mehrere Hüte auf“. Eben jenen der Quartiersmanagerin, meint Ansprechpartnerin für alle Bewohnerinnen und Bewohner des Lauterborns, und eben jenen für das Caritas-Projekt „Gut leben und altern im Lauterborn“. Eine weitere Besonderheit ist die Kooperation mit dem Seniorenclub.

Zahlreiche Angebote im Stadtteilbüro

Als Caritas-Projektleiterin organisiert Wittfeld viel Programm für ältere Lauterbornerinnen und Lauterborner, Ehrenamtliche bieten einmal wöchentlich einen Mittagstisch an, es wird viel Zeit gemeinsam verbracht. Außerdem koordiniert sie die ehrenamtlichen Seniorenlotsinnen und Seniorenlotsen, die sich um ältere Menschen kümmern, zweimal wöchentlich eine allgemeine Sprechstunde im Stadtteilbüro halten, Begleitdienste und kleine handwerkliche Hilfen leisten oder ihnen in bürokratischen Angelegenheiten zur Seite stehen.

Zu einem nachgefragten Termin ist inzwischen die Techniksprechstunde geworden: Zweimal im Monat, ein Termin im Stadtteilbüro und einer in den Räumen der Caritas in der Schumannstraße 182, helfen versierte Menschen insbesondere beim Umgang mit Smartphone und Tablet.

Auch die gemeinsam von der Caritas und dem Verein „Besser Leben im Lauterborn“ betriebene ehrenamtliche Beratung zu Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht wird gerne in Anspruch genommen. Dass für die Lauterborner auch Ausflüge mit einem Kleinbus organisiert werden, ist hingegen bisher kaum bekannt.

Kochen, Nähen, Austauschen

Neben Älteren trifft sich einmal in der Woche eine Behindertengruppe aus der Senefelder Straße zum Kochen und insbesondere Migrantinnen haben das Stadtteilbüro für sich entdeckt. Sie treffen sich zum Nähen, Kochen und Austauschen. Montags bietet die Volkshochschule einen Deutsch-Sprachkurs an.

Zudem gibt es Privatvermietungen für kleine Feiern, Babyschauen oder Kindergeburtstage. „Hauptsächlich geht es darum, Kontakte zu pflegen“, findet Wittfeld. Zumal sich der Stadtteil in den letzten Jahren gewandelt hat, es gab durchaus eine Zeit mit viel Vandalismus und Auseinandersetzungen. Mit besonderen Aktivitäten will Wittfeld das Stadtteilbüro auch für die Jüngeren im Quartier ins Bewusstsein bringen und so den Austausch mit den anderen Bewohnerinnen und Bewohnern stärken.

"Lauterborner Spiele" ab 17. Oktober

Am 17. Oktober starten, in Kooperation mit dem Verein „Besser Leben im Lauterborn“, die „Lauterborner Spiele“. Einmal im Monat können donnerstags von 18 bis 21.30 Uhr nach Herzenslust Brett- und Gesellschaftsspiele gespielt werden.

Der besondere Clou: Wittfeld hat eine professionelle Spielebegleiterin eingeladen, die durch den Abend führt und auch die ein oder andere vertrackte Spielregel erklären kann.

„Richtig toll“ findet Wittfeld auch das Projekt „Represent“ des Haus der Stadtgeschichte, bei dem am Sonntag, 6. Oktober, und Montag, 7. Oktober, Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren gemeinsam mit dem Rapper Mourad Kill durch das Lauterborn ziehen und im Stadtteilbüro zu Gast sein werden.

09. Oktober 2019