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Route Stadtspaziergang 02 - Senefelderquartier
Route Stadtspaziergang 02 - Senefelderquartier © Stadt Offenbach am Main
Im Dezember 2015 lud die Stadt Offenbach zu einem Stadtspaziergang im Senefelder Quartier ein. Ziel war es, mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern über städtebauliche Entwicklungsmöglichkeiten und Herausforderungen im Viertel ins Gespräch zu kommen.
Station 0: Stadtteilbüro, Hermannstraße
Station 0: Stadtteilbüro, Hermannstraße © tresurban

Station 0: Stadtteilbüro, Hermannstraße


Treffpunkt. Begrüßung und kurze Vorstellung des HEGISS / Soziale Stadt Programmgebiets „Südliche Innenstadt / Senefelder Quartier“ und Erläuterung der heutigen Route.





Station 1: Hermannstraße / Schäferstraße
Station 1: Hermannstraße / Schäferstraße © tresurban

Station 1: Hermannstraße / Schäferstraße – gegenüber des Stadtteilbüros


Thema: Gestaltung des Straßenraums
Der Bereich gegenüber des Stadtteilbüros ist ein Kreuzungspunkt im Quartier. Die Situation ist für Fußgänger schwierig. Da der Bus hier nicht mehr entlang fährt, könnte der gesamte Straßenbereich anders gestaltet werden.

Anmerkungen der Teilnehmenden:

-
Der Müll stellt ein Problem dar.

- Verkehr: Tempo 30 wird nicht eingehalten; im gesamten Quartier wird zu schnell gefahren. Die Stadt sollte dies mehr kontrollieren.

- Mehr Zebrastreifen oder Parkhäfen, so dass die Autofahrer Schlangenlinien fahren müssten, könnten das Tempo reduzieren (Schilder bringen nichts).

Station 2: Hermannstraße
Station 2: Hermannstraße © tresurban

Station 2: Hermannstraße / Hohe Straße


Thema: Straßenquerschnitt

Bild 1: Hermannstraße; typischer Straßenquerschnitt für Offenbach: Einseitige Baumreihe; klare Trennung von Bürgersteig und Straße
Bild 2: Hohe Straße mit zwei Baumreihen gestaltet, dadurch geschlosseneres Erscheinungsbild

Thema: Altersstruktur
Im Bereich Hohe Straße / Liebigstraße überwiegen Kleinsthaushalte mit hohem Altersdurchschnitt und damit spezifischen Anforderungen an die Gestaltung.

Station 2: Hohe Straße
Station 2: Hohe Straße © tresurban
Station 3: Post
Station 3: Post © tresurban

Station 3: Post


Thema: Gestaltung des Platzes vor der Post
Die Bebauung rund um den Platz besitzt keine klare Prägung – viele städtebauliche Brüche sind zu erkennen. Der Platz ist gestaltet, bietet aber nur wenige Verweilmöglichkeiten. Es gibt z.B. keine Bank. Wie kann der Platz mehr Aufenthaltsqualität bekommen?

Anmerkungen der Teilnehmenden:

-
Ich finde den Platz schön. Früher haben meine Kinder hier gerne gespielt.

- Bevor man sich Gedanken über die Aufenthaltsqualität des Platzes machen kann, müsste erst das Park- und Müllproblem gelöst werden. Der Platz ist regelmäßig von Postkunden zugeparkt. Zudem ist er immer durch Verpackungsreste vermüllt.

- Auch mit dem Fahrrad kommt man durch die parkenden Autos hier kaum durch.

- Die gesamte Verkehrsführung im Quartier sollte überdacht werden – mehr Zebrastreifen, mehr Fahrradstreifen wären wünschenswert.

- Aufgabe des Ordnungsamts: Auch hier sollte von Seiten der Stadt mehr kontrolliert und rigoroser durchgegriffen werden.

- Pflege und Unterhaltung: Typisch für den Platz und das gesamte Quartier ist die Verwahrlosung. Herausgerissene Steine sind gefährliche Stolperfallen insbesondere für ältere Menschen. Das Sicherheitsgefühl im Quartier nimmt dadurch ab.

Station 4: Bahndamm oberhalb der Marienstraße
Station 4: Bahndamm oberhalb der Marienstraße © tresurban

Station 4: Bahndamm oberhalb der Marienstraße


Thema: Umgang mit frei werdenden Gleisflächen
Die Gleise wurden an dieser Stelle bereits zurückgebaut. Wie können die freigewordenen Flächen entwickelt werden? Offenbach wird bis 2030 wachsen, d.h. es muss Wohnraum in der Stadt geschaffen werden. Dabei ist es aber auch wichtig, dass das Verhältnis von Wohnen zu Grün in Balance ist. Grünqualitäten sind zu halten und zu verbessern.

Anmerkungen der Teilnehmenden:

-
Man sollte die Flächen freilassen.

- Das Problem bei einer Grünfläche ist, dass auch genügend Geld da sein muss, um die Grünfläche auf Dauer zu pflegen.

- Warum muss immer in der Stadt verdichtet werden? Wer entscheidet, wie viele Menschen nach Offenbach ziehen dürfen? (Antwort der Stadt: Eine Bebauung im Außenbereich ist aus ökologischen Gründen nicht sinnvoll, weil sie u.a. mehr Verkehr verursacht. Die Stadt kann nicht entscheiden, wie viele Menschen nach Offenbach ziehen. Wenn nicht genügend Wohnraum in der Stadt zur Verfügung steht, werden die Häuser oftmals überbelegt, was zu großen sozialen Problemen und auch zu mehr Müll im Straßenraum führt).

- Die Stadt hat kein richtiges Konzept um das Müllproblem zu lösen. Kann die Stadt rechtlich gegen „Flyermüll“ auf den Straßen und Hauseingängen vorgehen? Auch die Flyer zum HEGISS-Projekts lagen in den Straßen und Hauseingängen. (Antwort der Stadt: Danke für den Hinweis zu den Flyern des HEGISS-Projekts. Die Stadt hat aber gegen andere Verteiler von Werbemitteln keine rechtliche Handhabe.)

- Ideen für die Fläche: Spielplatz, eingezäunter Bolzplatz oder Skaterbahn (hier können Jugendliche Lärm machen, ohne dass es jemanden stört)

Station 5: Baulücke Marienstraße
Station 5: Baulücke Marienstraße © tresurban
Waldstraße
Waldstraße © tresurban

Station 5: Baulücke Marienstraße


Thema: Nachverdichtung

Bild oben: Vor einer Baulücke in der Marienstraße; Bild unten: positives Beispiel einer Baulückenschließung in der Waldstraße (hinteres gelb-weißes Haus)

Anmerkungen der Teilnehmenden zur Baulücke in der Marienstraße
Die Neubauten verschandeln die Stadt. Kann die Stadt mehr Einfluss auf die Qualität der Architektur nehmen? Es wäre gut, solche Bereiche (Marienstraße) als Ensemble zu sehen und eine Gestaltungssatzung zu erlassen. (Antwort der Stadt: Offenbach ist durch seine Brüche geprägt. Es gibt für diese Bereiche keine Gestaltungsrichtlinien.)

Thema: Bahndamm
Marienstraße: Während des Masterplanprozesses ist die Idee eines Schnellradweges auf der südlichen Gleisseite entwickelt worden. Für die Beziehung Bahndamm – Quartier würde ein solcher Schnellradweg jedoch wenig nutzen.


Station 6: Waldstraße
Station 6: Waldstraße © tresurban

Station 6: Waldstraße


Thema: Umgang mit der Verkehrsinsel und Wahrnehmung des Bereichs östlich der Waldstraße

Bereits auf historischen Bildern ist die Verkehrsinsel in der Waldstraße zu sehen. Wird die Straßenbreite noch benötigt, können die Gehwege vor den Häusern breiter werden? Eine Idee aus dem Masterplanprozess ist die Reduzierung des Autoverkehrs und damit die Möglichkeit einer höheren Gestaltungsqualität der Straßen.

Anmerkung der Teilnehmenden:
Das Gebiet östlich der Waldstraße wird im Vergleich zum Senefelder Quartier als ein Stadtgebiet mit einer anderen Struktur (durch die niedrigere Bebauung) wahrgenommen.

Station 7: Feldstraße / Wilhelmstraße
Station 7: Feldstraße / Wilhelmstraße © tresurban
Station 7: Feldstraße / Wilhelmstraße
Station 7: Feldstraße / Wilhelmstraße © tresurban

Station 7: Feldstraße / Wilhelmstraße


Thema: Bebauung des Bahndamms entlang der Feldstraße

In den nächsten zehn Jahren werden alle Bahnbrücken in Offenbach saniert und mit einer Lärmschutzwand ausgestattet (siehe unteres Bild). Die DB plant außerdem, den Bahndamm südlich der Gleise – entlang der Feldstraße– jeweils in Höhe korrespondierend mit der Bebauung auf der gegenüberliegenden Seite der Feldstraße zu bebauen. Geplant ist, die Zugänge, Treppenhäuser und Nebenräume zu den Bahngleisen hin zu orientieren, während die Wohnräume zur Straße hin liegen sollen. Die Bebauung wird wiederum als Lärmschutz für das Quartier wirken.

Das Quartier wird in den nächsten Jahren um ca. 1000 Einwohner wachsen. Ziel der Stadt ist es, dass eine gute Balance zwischen Wohnen und Grün entsteht. Wünschenswert ist, dass in den Straßen jeweils eine Seite mit Bäumen bepflanzt ist, es immer wieder grüne Platzaufweitungen im Quartier gibt und so ein Netz an Grün entsteht.

Anmerkungen der Teilnehmenden zur Bebauung des Bahndamms östlich des Kiosk (zwischen Bachstraße und Flutstraße):
Die Bäume auf dem Bahndamm fallen weg, wenn dieser bebaut wird. Macht es wirklich Sinn, alle Flächen zu bebauen? Grün ist wichtig für die Luftqualität und als Erholungsraum. Gerade ältere Menschen brauchen Erholungsflächen in fußläufiger Entfernung.

Station 8: Feldstraße / Bachstraße
Station 8: Feldstraße / Bachstraße © tresurban

Station 8: Feldstraße / Bachstraße


Thema: Gestaltung des Platzes und der Unterführung


Anmerkungen der Teilnehmenden:

-
Die Graffitis in der Unterführung waren früher schön – sind mittlerweile jedoch leider heruntergekommen. Die Neugestaltung der Unterführung wäre ein gutes Projekt für eine Schule in Zusammenarbeit mit der Stadt Offenbach.

- Der Platz sollte gestaltet werden, damit er nutzbar ist – eventuell für den Kioskbesitzer. Die Müllcontainer sollten an einem anderen Ort stehen.

- Die Feldstraße sollte für das Radfahren entgegen der Einbahnstraße freigeben werden.

Station 9: Feldstraße
Station 9: Feldstraße © tresurban

Station 9: Feldstraße und Wilhelmstraße


Thema: Umgang mit Gewerbeflächen – Wohnen und Arbeiten an einem Ort

Teilweise sind im Quartier noch Gewerbeflächen vor allem in Hinterhöfen zu finden. Wie soll damit umgegangen werden? Was kann funktionieren? Welche Art von Gewerbe ist vorstellbar? Soll das Quartier ein Mischgebiet bleiben oder soll es ein reines Wohngebiet werden?

Station 9: Wilhelmstraße
Station 9: Wilhelmstraße © tresurban
Station 10: Ehemaliges MAN-Roland-Gelände
Station 10: Ehemaliges MAN-Roland-Gelände © tresurban
Station 10: Ehemaliges MAN-Roland-Gelände
Station 10: Ehemaliges MAN-Roland-Gelände © tresurban

Station 10: Ehemaliges MAN-Roland-Gelände


Thema: Bebauung des ehemaligen MAN-Roland-Geländes

Der Rewe-Markt ist eröffnet, der neue Quartierspark ist fertiggestellt (Eröffnung im Frühjahr 2016). Die Wohnungen werden Ende 2016 bezugsfertig sein. Auf der nördlichen Seite des Parks wird eine Kita entstehen. Die Pergola entlang der Gustav-Adolf-Straße zeichnet die ehemalige Blockrandstruktur nach und wird begrünt und beleuchtet werden (oberes Bild).

Anmerkungen der Teilnehmenden:

-
Muss der Parkplatz so groß sein? Entsteht auf dem ehemaligen Parkplatz von MAN ebenfalls wieder ein Parkplatz oder könnte man diese Fläche in eine Grünfläche umwandeln? (Anmerkung der Stadt: Zurzeit wird der ehemalige Parkplatz als Lager für die Bauarbeiten genutzt. Eine gestaltete Grünfläche an dieser Stelle scheint nicht sinnvoll, da das Quartier in diesem Bereich ausreichend mit Grünflächen versorgt ist).

- Die Schüler der nahegelegenen Albert-Schweitzer-Schule verschmutzen jeden Tag den gesamten neugestalteten Parkplatz und die Wege mit Verpackungen, Bananenschalen usw., wenn sie bei Rewe einkaufen waren. Die Stadt sollte vor Eröffnung des Parks daran denken, dass genügend Müllbehälter aufgestellt werden und mit der Albert-Schweitzer-Schule Kontakt aufnehmen, um das Problem zu lösen.

- Am Ende der Saligstraße gibt es einen kleinen Fußweg, der eine wassergebundene Decke hat. Der Weg ist immer matschig und dadurch kaum benutzbar. Gut wäre, wenn der Weg befestigt werden würde.

Station 8: Feldstraße / Bachstraße tresurban
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