Sprungmarken
Suche
Suche

Bereits 2013 hat das Land Hessen das Programmgebiet „Südliche Innenstadt“ in das Städtebauförderungsprogramm HEGISS (Hessische Gemeinschaftsinitiative Soziale Stadt) aufgenommen. Nun wurde ein erster Meilenstein erreicht. Die Stadtverordneten haben im Juli 2016 ein Entwicklungskonzept beschlossen.
Stadtplan HEGISS-Programmgebiet Senefelder Quartier
Programmgebiet © Stadt Offenbach am Main

Programmgebiet Südliche Innenstadt

Die südliche Innenstadt umfasst den ganzen Bereich zwischen Geleitsstraße und Starkenburgring, von der Sprendlinger Landstraße bis zur Bieberer Straße. Dazu gehört sowohl das Gebiet, das direkt südlich an die Innenstadt angrenzt, als auch das Senefelder Quartier und der Bereich südlich der Feldstraße.

Im vergangenen Jahr wurde das Viertel durch das Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement, das Amt für Arbeitsförderung, Integration und Statistik zusammen mit weiteren Ämtern und beauftragten Planern aus verschiedensten Blickwinkeln analysiert. Die Stadtverwaltung hat unter anderem mehrere Gutachten in Auftrag gegeben, um Themen wie die städtebauliche Entwicklung, die Gewerbestruktur und die Wohnraumsituation näher zu beleuchten.

Bewohnerinnen und Bewohner haben in Rundgängen, Interviews und einer Bürgerwerkstatt ihre Sicht auf Probleme und Chancen des Viertels eingebracht. Die Ergebnisse sind in das sogenannte „Entwicklungskonzept“ eingeflossen, das die Stadtverordneten im Juli 2016 beschlossen haben. Darin werden Handlungsfelder, Ziele und Maßnahmen benannt, die in der weiteren Programmlaufzeit angegangen werden sollen.

Die Handlungsfelder sind: städtebauliche Stabilisierung, Förderung der lokalen Wirtschaft und Beschäftigung, soziales und kulturelles Leben sowie allgemein die Verbesserung der Wohn- und Lebensbedingungen. Damit möchte die Stadtverwaltung die südliche Innenstadt und das Senefelder-Quartier als innerstädtische Wohnviertel erhalten und attraktiver machen. Zugleich soll die typische Vielfalt und Nutzungsmischung erhalten bleiben und das Viertel auch für Unternehmen attraktiv sein, die hier Arbeitsplätze schaffen. Und schließlich soll die Identifikation der Bewohnerinnen und Bewohner mit ihrem Quartier gestärkt werden.

Einen wesentlichen Beitrag bei der Erarbeitung des Handlungskonzeptes haben die Bewohnerinnen und Bewohner der südlichen Innenstadt geleistet. In verschiedenen Aktionen und Veranstaltungen hatten sie die Gelegenheit, ihre Sicht der Dinge einzubringen.

Interviews mit Menschen vor Ort

Im September 2015 wurden Interviews mit Menschen aus dem Gebiet geführt. Mitarbeiterinnen des beauftragten Büros tresurban waren unterwegs und haben Menschen auf der Straße angesprochen, Geschäftsinhaber befragt, aber auch gezielt einzelne Personen mit einem besonderen Bezug zum Viertel aufgesucht. Ziel der Interviews war es zunächst die Menschen in der südlichen Innenstadt ein bisschen besser kennenzulernen, zu sehen, was sie bewegt, was sie stört und was sie an ihrem Stadtteil schätzen. Es ging noch nicht um konkrete Planungen, jedoch wurden von vielen bereits Anregungen geäußert, wie das Viertel sich in Zukunft entwickeln sollte.

Rundgänge durch das Quartier

Ende 2015 und Anfang 2016 fanden mehrere Rundgänge durch das Quartier statt, bei denen Anwohnerinnen und Anwohner aber auch Menschen, die hier arbeiten ihre Sicht auf den Stadtteil einbringen, auf Missstände hinweisen und Besonderheiten hervorheben konnten.

Neben allgemeinen Fragen der Stadtentwicklung wurden hier auch besondere Themen bearbeitet. So fand in Kooperation mit dem Behindertenbeirat der Stadt Offenbach ein Rundgang zum Thema Barrierefreiheit im öffentlichen Raum statt. Weitere Rundgänge sind in Vorbereitung.

Bürgerwerkstatt

Im Januar 2016 waren die Bewohnerinnen und Bewohner des HEGISS Gebietes zu einer Bürgerwerkstatt eingeladen, bei der sie ihre Sicht auf die aktuelle Situation sowie Ideen zur Verbesserung in kleinen Gruppen diskutieren und zu Papier bringen konnten. Die Vorschläge und Anregungen werden in das Integrierte Handlungskonzept eingearbeitet.

Beirat für HEGISS-Prozess

Im Herbst 2015 hat sich außerdem ein vom Magistrat der Stadt berufener Beirat für den HEGISS-Prozess konstituiert. Dieser besteht aus Vertreterinnen und Vertretern von Institutionen, Unternehmen, Vereinen, religiösen Einrichtungen und sozialen Trägern. Sie haben Ergebnisse der Bestandsaufnahme und die ersten Entwicklungsideen diskutiert und ihre Anmerkungen mit in den weiteren Planungsprozess gegeben. Der HEGISS Beirat wird den weiteren Umsetzungsprozess als beratendes Gremium begleiten.

Analyse der Wohnsituation 2015/2016

Stand: September 2016