Sprungmarken
Suche
Suche

Die Stadt Offenbach hat die Liegenschaft Bismarckstraße 118 erworben und möchte den Eingang zur Fußgängerunterführung aufwerten. Die Details für die Ausschreibung eines Ideenwettbewerbs werden mit den Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet.
Plan zeigt die Freiflächen an der Bismarckstraße
Die weiß gestrichelte Fläche an der Bismarckstraße 118 wird als erstes realisiert, die anderen Flächen sollen jetzt schon in die Konzeption einfließen, können aber erst zu einem späteren Zeitpunkt realisiert werden. © Stadt Offenbach

In die Konzeption werden neben dem Eingang zur Fußgängerunterführung auch die nördlich der Bismarckstraße bestehende Grünfläche und eine Teilfläche des Busbahnhofs einbezogen. Da sich im Zusammenhang mit einer Verkleinerung des Busbahnhofs voraussichtlich auch die Verkehrsführung auf der Bismarckstraße ändern muss, wird dieser ebenfalls Teil des Ideenwettbewerbs.

Aktuelles: Bürgerbeteiligung zur Vorbereitung des Wettbewerbs

Derzeit wird die Aufgabenstellung für den Wettbewerb erarbeitet. Neben verschiedenen Experten innerhalb und außerhalb der Verwaltung können daran auch die Offenbacherinnen und Offenbacher mitwirken.

Die Beteiligung der Öffentlichkeit startet am 12. Juni 2021 zunächst mit einer Bestandsaufnahme und Ideensammlung. Sowohl online als auch ganz konkret vor Ort in der Bismarckstraße 118 kann jede und jeder ihre und seine Anregungen bis zum 27. Juni einbringen:

  • Wo liegen die Probleme in diesem Bereich?
  • Was ist gut und soll erhalten bleiben?
  • Was sollte die Fläche zukünftig bieten?
Gebäude an der Bismarckstraße 118
Bismarckstraße 118 - Blick vom Busbahnhof aus in Richtung Osten - rechts im Vordergrund bestehendes Gebäude, das abgerissen wird. Im Hintergrund die altkatholische Kirche. © Stadt Offenbach

Beteiligung vor Ort

Immer dienstags (15. und 22. Juni) von 17 bis 19 Uhr und am Samstag, 19. Juni von 13 bis 16 Uhr sind Ansprechpartner des Amts für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement sowie des Quartiersmanagements vor Ort am Stadtteilkiosk Bismarckstraße 118. Bürgerinnen und Bürger können einfach vorbeigehen und ihre Ideen und Wünsche einbringen.

Virtuelle Abschlussveranstaltung im Juli

Nach Abschluss der Bestandsaufnahme und Ideensammlung werden die Ergebnisse ausgewertet und Anfang Juli in einer virtuellen Abschlussveranstaltung vorgestellt. Dort soll ein Katalog an Anforderungen für den Umbau diskutiert und abgestimmt werden, der anschließend in die Aufgabenstellung für den freiraumplanerisch-städtebaulichen Wettbewerb einfließt. Es ist geplant, dass der Wettbewerb, der sich an Landschaftsarchitekten und Stadtplaner richten wird, noch in diesem Sommer startet.

Wettbewerb zur Gestaltung der Freiflächen an der Bismarckstraße © Stadt Offenbach / Quartiersmanagement Senefelderquartier

Bestandsituation und Planungsziele für die Freifläche

Grundsätzliche Überlegungen:

  • Die Flächen beidseits der Bismarckstraße haben verschiedene Anbindungen: in Richtung der Stadteile südlich und nördlich der Bahn, Hauptbahnhof, Busbahnhof, Martin-Luther-Park. Die Flächen sind geprägt vom starken Durchgangsverkehr auf der Bismarckstraße. Diese bildet derzeit eine große Barriere.
    Die Verbindung zwischen Bahnunterführung und Groß-Hasenbach-Straße ist eine Hauptachse des Fuß- und Radverkehrs.
  • Die Grünflächen nördlich der Bismarckstraße bieten kaum Aufenthaltsqualität und sind auch nicht gut gepflegt. (Die Randbereiche werden vermutlich als Toilette missbraucht.) Südlich der Bismarckstraße sind kaum genutzte betonierte Flächen mit alten Gestaltungselementen.
    Die begrünte Böschung des Bahndamms wirkt sich gestalterisch kaum auf das Umfeld aus und hat auch keine ökologische sowie stadtklimatische Bedeutung.
  • Zwei Baufelder sollen die neu zu konzipierenden öffentlichen Grün- und Freiflächen räumlich fassen, die im Wettbewerb hinsichtlich ihrer Größe und Anbindung an den Freiraum zu definieren sind. Neben dem Brandwandabschluss der Bismarckstraße 118 ist dies ein Baufeld auf dem heutigen Busbahnhof.
  • Nutzungen mit halböffentlichem Charakter wie Gastronomie, Kultur-, Vereins- und Gemeindeleben am Rand der Flächen sind erstrebenswert: Im an die Brandwand angrenzenden Baufeld ist ein gemeinschaftliches Wohnbauprojekt vorgesehen.
  • Spielangebote für Kinder eignen sich aufgrund der Unfallgefahr durch den Straßenverkehr nicht. Zudem existieren zwei Spielplätze in unmittelbarer Nähe. Angebote für Erwachsene oder Jugendliche sind dagegen erwägenswert.

Freiraumplanerische Ziele

  • Die Bestandsgrünflächen nördlich der Bismarckstraße sollen durch die  Neuordnung der vorhandenen Strukturen unter Beibehaltung des Baumbestands aufgewertet werden.
    Auflichtung und Einbeziehung der Randbereiche, um „Restflächen“, die regelmäßig Müllablagerungen anziehen zu beseitigen und eventuell zukünftigen vorzubeugen.
  • Insgesamt soll mehr Grün auf den Flächen südlich der Bismarckstraße entstehen und damit ein nachhaltiges Regenwassermanagement gefördert werden.
    Attraktive grünplanerische Gestaltung des Übergangs angrenzender privater zu den öffentlichen Grünflächen.

Städtebauliche Ziele

  • Definition der Übergänge zwischen privaten und öffentlichen Bereichen, hinsichtlich der Freiflächen und hinsichtlich der Erdgeschosszone der Gebäude.
  • Unabhängige (öffentliche) Zugänglichkeit und Sichtbarkeit des Stellwerks sicherstellen.
  • Vorschläge entwickeln für die Nutzung und Belebung des Hochbunkers.
Blick auf den Busbahnhof und die Grünfläche
Blick vom Busbahnhof aus in Richtung Norden - rechts im Vordergrund die Überdachung des Busbahnhofs. Im Hintergrund die Grünfläche nördlich der Bismarckstraße und der historische Bunker. © Stadt Offenbach

Stand: 10. Juni 2021