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Wo wurde die Stickoxidbelastung in OF gemessen, wo wurden Grenzwerte überschritten und wie hoch waren diese?

Es gibt eine Messstation des HLNUG in Offenbach an der Unteren Grenzstraße. Die aktuellen Werte finden Sie über den nachfolgenden Link.

Messwerte der Luftmessstation auf der Seite des HLNUG

Darüber hinaus gibt es Standorte mit Passivsammlern an der Bieberer Straße, Unteren Grenzstraße und Mainstraße. Bei allen handelt es sich ebenfalls um offizielle Messpunkte des Landes! Passivsammler sind kleine, unauffällige Döschen, die auf ca. 3m Höhe an Straßenschildern oder Laternen angebracht werden. In ihnen befindet sich eine Lösung, welche mit NO2 reagiert. Dadurch kann später im Labor die durchschnittliche Luftschadstoffbelastung für einen Zeitraum (max. 2 Monate) ermittelt werden. Aufschluss über die Messwerte einzelner Tage geben die Passivsammler im Unterschied zur Luftmessstation jedoch nicht.

Unterschiede zwischen Luftmessstation und Passivsammler an der Unteren Grenzstraße:

Die Messwerte des Passivsammlers waren in der Vergangenheit häufig deutlich höher als die der Luftmessstation. (2019: Messstation ca. 45 μg/m³/a; Passivsammler ca. 36 μg/m³/a )

Die vorherrschende Windrichtung und die Entfernungen zwischen Hauswand und Messeinheit lassen den Rückschluss zu, dass es bei der Straßenseite mit der Luftmessstation zu einer besseren Luftdurchmischung kommt, während es bei der Seite mit dem Passivsammler eher zu einer Konzentrationsanreicherung kommt.

Welche Maßnahmen stehen im Luftreinhalteplan und wie ist der aktuelle Stand?

Zu den wichtigsten Maßnahmen der Luftreinhaltung zählen die Umrüstung der Lichtsignalanlagen zur Schaffung grüner Wellen (Verkehrsverflüssigung), der Umstieg der Stadtbusflotte auf Elektroantriebe sowie die Ausweisung von Tempo-40-Zonen im Stadtgebiet.

Alle Maßnahmen zur Luftreinhaltung, welche zuvor im Masterplan Green City und der Gesamtstrategie zur Luftreinhaltung zu finden waren, werden nun im „Luftreinhalteplan für den Ballungsraum Rhein Main – 3. Fortschreibung Teilplan Offenbach“ zusammengefasst. Er wurde in Abstimmung zwischen der Stadt Offenbach am Main und dem dafür zuständigen Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erstellt.

Er steht auch auf der Homepage des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter https://umwelt.hessen.de/umwelt-natur/luft-laerm-licht/luftreinhalteplanung sowie des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie unter https://www.hlnug.de/themen/luft/luftreinhalteplaene/publizierte-luftreinhalteplaene-nach-eu-recht.html zur Einsichtnahme zur Verfügung.

Hat das Coronavirus mit seinen Kontakteinschränkungen Auswirkungen auf die Messwerte?

Im Jahr 2020 und zu Beginn des Jahres 2021 war zu beobachten, dass die Einschränkungen infolge des COVID-19-Virus, positive Auswirkungen auf die Luftschadstoffbelastung haben. Dadurch, dass Menschen im Home-Office arbeiten und keine größeren Veranstaltungen wie Messen und Fußballspiele stattfinden, gibt es auch weniger Verkehr auf den Straßen. Für das Jahr 2020 wurden die immissionsschutzrechtlichen Grenzwerte im gesamten Stadtgebiet eingehalten.

Kommt ein LKW-Durchfahrtsverbot?

Das Land Hessen hat das LKW- Durchfahrtsverbot als optionale Maßnahme in den Luftreinhalteplan aufgenommen. Die Wirkungsberechnung der Maßnahmen des Luftreinhaltplans zeigte, dass auch ohne das LKW-Durchfahrtsverbot die Grenzwerte für NO2 im Jahr 2021 eingehalten werden können. Ob die Maßnahme benötigt wird hängt von der in 2021 zu überprüfenden Wirkung der anderen Maßnahmen ab.