Sprungmarken
Suche
Suche

Das Programm zur Restaurierung des Schultheis-Weihers nimmt weiter Form an.

In Vorbereitung auf die geplante Phosphateliminationsanlage, die künftig eine starke Veralgung des Weihers vermeiden soll, wurden bereits im Januar am Südufer Sträucher, Büsche und Pflanzen entfernt. Mit dieser Maßnahme wird dem im Frühjahr beginnenden Nestbau von Brutvögeln vorgebeugt. Ähnlichen Effekt hat das Anbringen von Flatterband an Sträuchern und Büschen, welches in den vergangenen Tagen veranlasst wurde.

Die angrenzenden Bereiche am Südufer des Schultheis-Weihers sind dicht bewachsen. Um dort eine Ansiedlung von Vögeln zu vermeiden, wurde jetzt bis zu einer Distanz von drei Metern um den geplanten Platz für die Phosphateliminationsanlage in Gebüschen und Sträuchern Flatterband angebracht, das dort bis zum Ende der Bauarbeiten belassen wird. Durch das Flatterband werden die Vögel gestört, so dass sie in dem betroffenen Abschnitt kein Nest bauen. Dieser Schritt ist notwendig. Denn würden Vögel ihre Nester in dem angrenzenden Bereich anlegen, würden sie durch Baumaßnahmen zerstört werden oder Vögel könnten das Nest wegen Störungen verlassen. Mit dem Flatterband beugt die Stadt Offenbach vor, in dem sie den Nestbau gar nicht erst zulässt.

Auch zum weiteren Verlauf des Programms gibt es erfreuliche Nachrichten: „Während die naturschutzfachlichen Gutachten für das Projekt vorliegen und der Antrag auf wasser- und naturschutzrechtliche Genehmigung beim Regierungspräsidium Darmstadt eingereicht wurde, ist nun auch die öffentliche Ausschreibung der Anlage Mitte Februar erfolgt“, berichtet Alexander Jeschke, zuständiger Bereichsleiter im Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz.

Schultheisweiher mit Flatterband
© Stadt Offenbach

Hintergrund

Die Inbetriebnahme einer Phosphateliminationsanlage ist das Herzstück eines Programms zur Restaurierung des Schultheis-Weihers, das die Stadt Offenbach unter Federführung des Amtes für Umwelt, Energie und Klimaschutz 2019 ins Leben gerufen hat und bis 2022 umsetzen möchte. Die verfahrenstechnische Anlage wird durch Fällung und Flotation kontinuierlich Phosphat aus dem Gewässer entnehmen und die Nährstoffbelastung und Grundlage für das Wachstum von Cyanobakterien (Algen) reduzieren.

18. März 2021