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Nach den Überflutungen dieses Sommers hat Bürgermeisterin und Umweltdezernentin Sabine Groß am Mittwoch, 17. November 2021, unter Einhaltung der Coronaregeln zu einem interkommunalen Treffen eingeladen, bei dem die Stadt Offenbach die kürzlich erstellten Planungshinweiskarten und Starkregengefahrenkarten vorstellte.

„Unsere neuen Planungshinweiskarten und Starkregengefahrenkarten stoßen auf ein großes Interesse. Das ist gut, denn es zeigt, dass Klimaanpassung ein Querschnittsthema ist, auch überregional und dass sich Offenbach als Vorreiterin für die ganze Region etabliert hat“, so Bürgermeisterin Sabine Groß.

Ausgangslage ist immer die jeweilige Gefahrenlage in den Kommunen und auch die Betroffenheit in Sachen Klimaveränderungen.

Menschen mit Maske auf der Treppe im Rathaus
Bürgermeisterin Sabine Groß mit den Teilnehmenden des Austauschs im Offenbacher Rathaus. © Stadt Offenbach

Heike Hollerbach, Amtsleiterin des Amtes für Umwelt, Energie und Klimaschutz und Moderatorin des Austausches: “Die Stadt Offenbach hat in den vergangenen Jahren immer mehr mit den Folgen der Klimaveränderungen zu kämpfen, angefangen von der Grundwasserabsenkung bis zur Überhitzung in der Innenstadt. Starkregen hat bei uns schon erheblichen Schaden angerichtet, darauf mussten wir reagieren“.

David Stoitner, Fachreferent für Klimaanpassung und Klimaschutz in der Stadt, stellte die Klimafunktionskarte, die Planungshinweiskarten und die Starkregenabschätzung vor.

Planungshinweise werden aus den Erkenntnissen in den Klimafunktionskarten abgeleitet. Hier werden die klimatischen Gegebenheiten im Stadtgebiet Offenbach räumlich darstellt. So erhält man wichtige Informationen zur Planung einer klimawandelangepassten Stadt.

Die Karten zur Starkregengefährdung zeigen Gebiete an, in denen sich Niederschläge sammeln können und wo es aufgrund der Fließwege und der Topografie der Stadt zu Überflutungen kommen kann. Hierbei handelt es sich um berechnete Szenarien, die bei einem Starkregenereignis mit einer 30- und 100 – jährlichen Wiederkehrwahrscheinlichkeit eintreten können.

Alexander Jeschke, stellvertretender Amtsleiter und Leiter der Unteren Wasserbehörde: „Unser Ziel als Gefahrenabwehrbehörde ist es, die Stadt klimafit  zu machen und unseren Bürgerinnen und Bürgern wichtige Informationen an die Hand zu geben, damit diese erforderliche Maßnahmen zum Schutz ihres Eigentums treffen können“.

An dem Austauschtreffen nahmen die Bürgermeister der Stadt Alzenau, Stephan Noll, und der Stadt Kelkheim, Albrecht Kündiger, teil. Die Bürgermeister der Gemeinden Kahl, Jürgen Seitz, sowie Karlstein, Peter Kreß. Die Kreisbeigeordnete des Main-Taunus-Kreises, Madlen Overdick, und die 1. Stadträtin von Flörsheim, Renate Mohr, jeweils mitsamt Leitungspersonal aus den Verwaltungen.

Die Gespräche beinhalteten nicht nur Klimathemen, sondern auch Stadtentwicklungsfragen und bezogen sich auf bayerische und hessische Unterschiede in der Gesetzgebung. Auch die jüngst beschlossene Entsiegelungsrichtlinie, der Hitzeaktionsplan und als Grundlage natürlich das Klimakonzept 2035 waren Teil des Austauschs.

22. November 2021