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Wie wird man auch zukünftig in Offenbach die Vorzüge einer gesunden, angenehmen Umwelt und ein lebenswertes Stadtumfeld genießen können? Was trägt zu unserer Lebensqualität bei? Wie können wir in unseren Alltag den Klimaschutz integrieren und verhindern, dass die guten Vorsätze morgen schon wieder vergessen sind? Mit diesen Fragen beschäftigten sich mehr als 100 Teilnehmer bei der diesjährigen Klimaschutzkonferenz unter dem Motto „Offenbach und Du – Gute Aussichten!“ Der Teilnehmerkreis setzte sich aus allen Lebensbereichen zusammen und diskutierte zu Konsum, Ernährung und Mobilität.
Beitrag des Medienprojektzentrums Offener Kanal Rhein-Main © Mediathek Hessen
Evren Gezer (Radiomoderatorin) und Heike Hollerbach (Stadt Offenbach)
Evren Gezer (Radiomoderatorin) und Heike Hollerbach (Stadt Offenbach) © Stadt Offenbach/Janke

Umweltdezernent Paul-Gerhard Weiß betonte im Eröffnungsinterview mit Moderatorin Marion Bathke (Dozentin an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde und Coach für Kommunen): „Wir alle sind verantwortlich für unsere Lebensqualität. Dabei geht es darum, saubere Luft zum Atmen zu haben, sich von gutem Essen zu ernähren, ein gesundes Leben zu führen und vieles mehr. Ich selbst fahre ja meist mit dem ÖPNV, aber auch beim Kochen ist mir wichtig, regionale Lebensmittel vorzuziehen. Machen wir also etwas für unser gutes Leben!“

Genau auf diesen Zuruf war auch das vom Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz vorbereitete Programm abgestellt. Ein erstes Stimmungsbarometer am Anfang zeigte, dass viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich nicht sicher sind, was am besten zu tun ist – trotz zum Teil guter Informationen. Dabei zeigte sich aber auch, dass einige schon viele Maßnahmen in ihren Alltag integriert haben. Wie die Offenbacher Radiomoderatorin Evren Gezer, die Alltagsartikel erwirbt, die nachhaltig sind – beispielsweise Bio-Duschseife am Stück, die viel leichter zu verwenden ist als Duschgel oder die Zahnbürste aus Holz statt aus Plastik. „Seit ich Mutti bin, frage ich mich, wie soll eigentlich die Zukunft unserer Kinder aussehen?“

Zu den ungewöhnlichen Formaten der Veranstaltung zählte die „Flüsterdiskussion“, in der es bereits einen regen Austausch gab. Das Improvisationstheater Fast Forward fasste anschließend die Ergebnisse in einem Sketch zusammen. Nach der Stärkung durch ein klimafreundliches vegetarisches Büffet konnten sich die Teilnehmer im „Worldcafé“ mit ihren eigenen Impulsen und Denkanstößen einbringen.  Während der Veranstaltung und als Teil auch der Gruppenarbeiten war der „Markt der Möglichkeiten“ präsent und gut besucht.

Zu den Ausstellern des Marktes zählten:

  • Terra Viva e.V.: Essenskooperative aus dem Nordend, die sich regional und Bio versorgt
  • Leitstelle E-Mobilität: Anbieter von Elektroautos und -fahrrädern in Offenbach
  • Leibnizschule: LehrerInnen, 7 SchülerInnen und eine Elternvertreterin stellten zwei Projekte vor: Plexit-Projekt im Rahmen des Wettbewerbs „Leibniz goes global“ zur Plastikvermeidung und Eltern-Schülerprojekt „Wie nachhaltig ist Offenbach“
  • Eltern/Schülerprojekt „Wie nachhaltig ist Offenbach?“
  • ADFC Offenbach: Bekannt durch die Aktion „Offenbach fährt fair“
  • Etagerié Offenbach: Anbieter regionaler nachhaltiger Produkte direkt vom Hersteller
  • Leihladen Maintal: Hier kann man sich Dinge, die man selten braucht, ausleihen oder auch tauschen
  • Die Offenbacher Klimapaten: Privaten engagiert für Klimaschutz in Offenbach
  • Und das Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz, das Informationen rund um die Karikaturen-Ausstellung „Glänzende Aussichten“ im Rathaus bot. Sie zeigt, welche Initiativen und Alternativen es für ein angenehmes und gutes Leben in Offenbach schon gibt.

Die Leiterin des Umweltamtes, Heike Hollerbach, lobte in ihrem Fazit zur Veranstaltung, dass schon sehr vieles von den Teilnehmern umgesetzt wird, um nachhaltig und klimaschonend zu leben. „Dabei kommt es darauf an, dass wir uns nicht nur auf die kleinen Dinge im Alltag oder Einzelthemen wie Plastikmüll konzentrieren.“ Den größten Einfluss hat jeder, so Hollerbach, wenn er zum Beispiel daheim 1 Grad weniger Raumwärme akzeptiert und so weniger Energie verbraucht oder das Auto öfter mal bewusst stehen gelassen wird. „Wichtige Bausteine sind auch die Themen Bildung und Kommunikation, auch über die sozialen Medien. Tue Gutes und rede darüber lautet hier die Devise.“

Bereits seit 2009 veranstaltet das Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz die jährliche Klimaschutzkonferenz in Offenbach. Amtsleiterin Heike Hollerbach: „Ich bin begeistert, wie diese besonders gestaltete Konferenz angenommen wird. Wir haben viele Beteiligte aus den jüngeren Zielgruppen, Schüler und auch Studenten. Aber auch die älteren Bürger sowie zahlreiche Multiplikatoren sind stark beteiligt. Wir widmen uns jedes Jahr wichtigen Themen, die so wichtig für unser Leben sind: unsere Stadt und die Lebensbedingungen hier vor Ort!“

Für Hollerbach steht fest: „Es macht Spaß das alles aktiv mitzugestalten.“ Jeder Offenbacher habe eine ganze Menge positiver Einflussmöglichkeiten. „Und das Beste daran: Das ist nicht nur gut unmittelbar für jeden Einzelnen, sondern auch langfristig für das Klima und somit für uns alle!“

Bildinformation:

Fotos: Stadt Offenbach

Karte "Zum Glück bin ich in Offenbach"
© Stadt Offenbach/Janke

Offenbach am Main, 29. August 2018