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Stadtrat Paul-Gerhard Weiß, die Schulleiterin Karin Marré-Harrak mit Schüler/innen der IGS Schillerschule, die Umweltamtsleiterin Heike Hollerbach, der 1. Vorsitzende Jürgen Panthöfer und Zvonimir Beck vom Imkerverein-Lehrbienenstand Offenbach und Umgebung e.V. 1875 und  die  Biologielehrerin der IGS, Cordula Sanzenbacher © Stadt Offenbach
Zum achten Mal hat die Stadt Offenbach den Klima- und Umweltschutzpreis vergeben. Unter den drei eingereichten Vorschlägen hat die Kommission für Umweltschutz diesmal die Entscheidung getroffen, das Preisgeld zu teilen. Das Projekt der Schillerschule „Grünes Klassenzimmer“ und das des Imkervereins „Bau von Nisthilfen für bedrohte Insekten“ wurden ausgewählt.

Den mit  jeweils 500 Euro geteilten Preis hat Stadtrat und Offenbachs Umweltdezernent  Paul-Gerhard Weiß den Gewinnern am Dienstag, den 24. April im „Grünen Klassenzimmer“ auf dem Schulhof der Schillerschule überreicht. Die Schillerschule hat mit dem sehr schönen Naturgarten vorbildlich die Ideen des Natur- und Artenschutzes umgesetzt. Die Biologielehrerin, Cordula Sanzenbacher, hat vom Preisgeld bereits Pflanzen, Samen und ein Bienenvolk gekauft. Weitere Obstbäume, ein Bienenbeobachtungskasten oder Wachsplatten werden noch erworben. Die Jugendlichen haben offensichtlich Spaß an der Aufgabe und auch am Gewinn, der eigene Honig schmeckt köstlich, wie sich alle Beteiligten der Preisverleihung bei einer Verkostung überzeugen konnten.

Der Imkerverein wird vom Preisgeld Nisthilfen zur ökologischen Aufwertung des Vereinsgeländes aufstellen und Kokons mit Wildbienen und Hummelvölker kaufen. Aktuell wird das Vereinsgelände umgestaltet, mit dem Ziel, wieder abwechslungsreiche Biotope in Feucht- und Trockenzonen zu schaffen. Jürgen Panthöfer, 1. Vorsitzender des Imkervereins, berichtet von dem dramatischen Rückgang der Insektenpopulation und dass ein Insektensterben schwerwiegende ökologische und ökonomische Folgen hat. Ziel des Vereins ist es, insbesondere jüngere Menschen für diese Problematik zu sensibilisieren. Aufgrund des zunehmenden Interesses gibt es inzwischen wieder viele Interessenten an der Aufgabe des Imkers.

Heike Hollerbach, Amtsleiterin des Amtes für Umwelt, Energie und Klimaschutz gratulierte den Preisträgerinnen und Preisträgern zu ihren erfolgreichen Projekten und bot weitere Kooperation mit der Schule, auch zu anderen Themen, im Rahmen der Umweltbildung an.

Zum ersten Mal wurde 2010 der Klima- und Umweltschutzpreis der Stadt Offenbach verliehen. Die Auszeichnung erhalten vorbildliche Beispiele oder geplante förderungswürdige Projekte im Bereich des Klima- oder Umweltschutzes.

Bis zum 30. September jeden Jahres können Vorschläge für den Preis eingereicht werden. Der Preis wird jährlich verliehen und ist mit einem Preisgeld von 1.000 Euro dotiert. Der Preisträger oder die Preisträgerin wird von der Umweltkommission ermittelt.

Als Preisträgerinnen oder Preisträger kommen sowohl Privatpersonen als auch Verbände, Vereine, Institutionen (z.B. Schulen, Kindergärten) oder Firmen in Frage, die im Bereich des Umwelt- bzw. Klimaschutzes herausragendes Engagement bewiesen haben. Es können sowohl eigene Projekte als auch Projekte Anderer vorgeschlagen werden.

Die Bewerbungen für das Jahr 2018 können bereits jetzt unter umweltamtoffenbachde oder per Post beim Amt für Umwelt, Energie u. Klimaschutz, Berliner Str. 60, 63065 Offenbach a.M. eingereicht werden. Die Bewerbungen sollten vollständige Kontaktdaten mit Ansprechpartner/in und eine Kurzbeschreibung des Projektes enthalten. Die Beschreibung darf maximal zwei DIN-A4-Seiten lang sein und kann digital oder in Papierform eingereicht werden. Zusätzlich können maximal zwei Fotos hinzugefügt werden.

Offenbach am Main, 2. Mai 2018