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Nachdem die offizielle Bekanntmachung der Aufstellung des Luftreinhalteplans für den Ballungsraum-Rhein-Main, 3. Fortschreibung Teilplan Offenbach am Main, am Montag, 12. Oktober 2020, im Staatsanzeiger des Landes Hessen erfolgte, ist der Luftreinhalteplan offiziell in Kraft getreten.

Bürgerinnen und Bürger der Stadt Offenbach können nach den Vorgaben des Bundesimmissionsschutzgesetzes den Plan zwei Wochen lang in der Zeit vom 13. Oktober bis einschließlich 26. Oktober 2020 einsehen. Der Luftreinhalteplan wird im Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz ausgelegt, da im Rathaus derzeit Renovierungsarbeiten stattfinden. Das Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz befindet sich im Kaiserpalais, Kaiserstraße 39, Eingang A und ist Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Nach telefonischer Absprache unter der Rufnummer 069 8065-2557 können Interessierte den Plan auch zu anderen Terminen einsehen.

Darüber hinaus ist der Luftreinhalteplan auf dem Internetauftritt des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter dem Link https://umwelt.hessen.de/umwelt-natur/luft-laerm-licht/luftreinhalteplanung zu finden sowie auf dem Internetauftritt des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie unter dem Link www.hlnug.de/themen/luft/luftreinhalteplaene/publizierte-luftreinhalteplaene-nach-eu-recht.html einsehbar.

Die dritte Fortschreibung des Luftreinhalteplans für den Ballungsraum Rhein-Main - Teilplan Offenbach am Main wurde in Kooperation des dafür zuständigen Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie der Stadt Offenbach erstellt. „Ziel des Plans ist es“, so Umweltdezernent Paul-Gerhard Weiß, „die bisher noch an einigen Straßenzügen überschrittenen Grenzwerte für das Reizgas Stickstoffdioxid so schnell wie möglich im gesamten Stadtgebiet einzuhalten.“ Wesentliche Punkte des Luftreinhalteplans seien die Stärkung des öffentlichen Verkehrs, die Elektrifizierung des Verkehrs, die Stärkung des Radverkehrs und Verkehrsmanagement. Es sollen sowohl nachhaltigere Verkehrsformen, wie das Fahrrad und die E-Mobilität gestärkt, als auch bestehende Verkehre auf den Hauptverkehrsachsen verflüssigt werden. Zu den Einzelmaßnahmen des Luftreinhalteplans zählt die Verbesserung der Leistungsfähigkeit des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) durch mehr Haltestellen, dichtere Taktungen und der Verlängerung von Buslinien. Des Weiteren wird derzeit die Busflotte auf E-Mobilität umgerüstet. Ziel ist, dass bis Ende 2021 in Offenbach knapp die Hälfte aller Busse mit E-Motoren angetrieben werden. Auch die private Nutzung eines E-Autos wird vereinfacht, indem eine gute Ladeinfrastruktur im Stadtgebiet entstehen soll. Weitere Maßnahmen sind unter anderem die neuen sechs Fahrradachsen des Projektes Bike Offenbach sowie der Pilotversuch Tempo 40 Zonen zu errichten, jeweils in Teilen der Kaiserstraße, Mainstraße und Waldstraße. Des Weiteren sollen technische Umrüstungen zahlreicher Lichtsignalanlagen im Stadtgebiet erfolgen, um den Verkehr zu verflüssigen, indem „grüne Wellen“ geschaffen werden.

Für die Maßnahmen nimmt die Stadt Offenbach Fördermittel des Bundes, insbesondere des Förderprogramms „Sofortprogramm Saubere Luft“ in Millionenhöhe in Anspruch.

13. Oktober 2020