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Blondes Mädchen mit gehörschutz
Lärm kann krank machen. Damit ein Gehörschutz nicht zum Alltagsutensil wird, arbeiten viele Fachleute an der Verringerung des Lärms © WaCH/ photocase.de
Ein normales Gespräch oder das leise nebenbei dudelnde Radio kommen auf 40 bis 60 Dezibel, der Lärm eines vorbeifahrenden Autos misst bis zu 80 Dezibel und die Musik in der Disko kann schon einmal 110 Dezibel betragen. Da ist bei den meisten Menschen die Schmerzgrenze erreicht, ein startendes Düsenflugzeug mit seinen 120 Dezibel wird daher als sehr störend empfunden. In einer Großstadt wie Offenbach ist beinahe jeder Lärm-Betroffen, die Straßen sind dicht befahren, Züge rauschen vorbei und am Himmel dröhnen die Motoren der startenden und landenden Flugzeuge.

Dass Lärm zu gesundheitlichen Schäden führt, ist hinreichend wissenschaftlich erwiesen. In zahlreichen Untersuchungen hat sich bestätigt, dass Krach und Lärm wie andere Stressoren zu negativen physischen und psychologischen Veränderungen im Menschen führen.
Am Mittwoch, 25. April, findet bundesweit der 21. Tag gegen Lärm – Internation Noise Awareness Day statt, mit dem die Initiatoren die Aufmerksamkeit auf die Ursachen von Lärm und seine Wirkungen lenken und im nächsten Schritt die Lebensqualität nachhaltig verbessern möchten.

Lärmtreffpunkt im Isenburgring

In Offenbach informieren Fachleute ab 17 Uhr am Lärmtreffpunkt Isenburgring/Ecke Helene-Mayer-Straße über die unterschiedlichsten Lärmarten. An den fünf Stationen berichten Vertreter des Amts für Umwelt, Energie und Klimaschutz, Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement, Ordnungsamt und der Bürgerinitiative Luftverkehr über Straßen-, Schienen, Flug- sowie Nachbarschafts- Freizeit- und Sportlärm. Der Treffpunkt ist mit Bedacht gewählt, immerhin lassen sich dort auf jeden Fall drei Lärmquellen hautnah erleben.
 
Neben der Bestandsaufnahme geht es dabei besonders um Maßnahmen zur Vermeidung von Lärm. „Denn“ erklärt der Paul-Gerhard Weiß, dessen Dezernat federführend die Organisation des Offenbacher „Tag gegen Lärm“ übernommen hat: „Lärm erscheint vielen Menschen als unvermeidbares Nebenprodukt unserer Gesellschaft. Das stimmt mitnichten. Wir arbeiten jeden Tag daran, dass unsere Stadt ein bisschen besser und damit auch lebenswerter wird, dazu gehören auch zahlreiche kleine Maßnahmen, die für den einzelnen kaum spürbar sind, aber großen Effekt haben.“ Beispielhaft ist der Ausbau des Fahrradwegenetzes zu nennen oder die Elektromobilität. Aber auch Aktionen wie Stadtradeln oder die Klimameilen-Kampagne des Umweltamtes bringen alle, auch die Kleinen, dem Ziel ein Stück näher. Deren Spielen und Toben ist übrigens nachweislich kein Lärm.

Tag gegen Lärm in Offenbach

Lärmtreffpunkt des Amts für Umwelt, Energie und Klimaschutz, Amts für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement, des Ordnungsamts und der Bürgerinitiative Luftverkehr (BIL) am 25.April  ab 17 Uhr im Isenburgring/Ecke Helene-Mayer-Straße.

Weitere Infos: www.offenbach.de/laerm

Offenbach am Main, 20. März 2018