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Am 26.11.2020 lud das Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz zur dritten Sitzung der AG Radverkehrsförderung im Jahr 2020 ein. Dass die Sitzung der AG Radverkehrsförderung mit rund 15 Akteurinnen und Akteuren per Video-Konferenz stattfand, war allen Beteiligten ein besonderes Anliegen.

Denn das vom Covid-19-Virus geprägte Jahr 2020 brachte einen spürbaren Aufschwung für den Radverkehr in ganz Deutschland mit sich, welcher mitunter dazu führte, dass so viele Fahrräder wie noch nie zuvor verkauft wurden und in deutschen Städten kurzerhand Fahrspuren zu Radwegen, sogenannten „Pop-up-Bike-Lanes“, umgewandelt wurden.

Die Teilnehmenden der AG Radverkehrsförderung, rund um den ADFC, den VCD, Bike Offenbach, dem FUSS e.V., der ivm, Offenbach fährt fair!, der Lokalen Agenda 21 und der Offenbacher Stadtverwaltung diskutierten über die Frage: „Wie kann der Fahrrad-Boom in Offenbach beibehalten werden?“. Ein besonderes Augenmerk sollte dabei auf den Offenbacher Einzelhandel und die Offenbacher Unternehmen gelegt werden.

Nach drei Kurzvorträgen zum Stand der Radverkehrsplanung der Stadt Offenbach, dem Stand der Fahrradstraßen von Bike Offenbach sowie dem Stand des Offenbacher Radentscheides, stellte Frau Carolin Kruse vom begleitenden Büro team red einige wissenschaftliche Erkenntnisse zur Konsum- und Verkehrsentwicklung während des ersten Lockdowns im März und April 2020 vor. Anschließend diskutierten die Teilnehmenden in zwei verschieden virtuellen Räumen darüber, welche Maßnahmen im Jahr 2021 umgesetzt werden müssen, um den Offenbacher Einzelhandel bzw. die ansässigen Offenbacher Unternehmen fahrradfreundlicher zu gestalten, sodass Angestellte auch noch nach der Pandemie gerne mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Die Ergebnisse reichten über eine fahrradfreundlichere Innenstadt mit besonderem Fokus auf den Offenbacher Wochenmarkt über die fachliche Unterstützung von Offenbacher Unternehmen in Hinblick auf Fördermöglichkeiten für radfreundliche Arbeitgeber, bis hin zu besonderen Anstrengungen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, um Offenbacherinnen und Offenbacher in diesen außergewöhnlichen Zeiten aufs Rad zu bringen.

Denn eines der wichtigsten Erkenntnisse der Sitzung sowie des gesamten Jahres 2020 ist, dass viele Menschen durch das Bedürfnis Menschenansammlungen zu vermeiden oder auch durch das Angebot von zuhause aus zu arbeiten ihr Mobilitätsverhalten überdenken. Bisher gab es dafür nur wenige Abschnitte im Leben, bspw. der Erwerb des Führscheins, ein Umzug, eine Familiengründung oder ein Arbeitsplatzwechsel.  

Die kommende Zeit ist also besonders wichtig, um weitere Grundsteine für die so dringend benötigte Verkehrswende hin zu mehr Radverkehr zu legen!

Neben den vielen weiteren städtebaulichen Entwicklungen, die benötigt werden, um Offenbach zu einer Fahrradstadt zu machen, ist es allen Beteiligten der AG Radverkehrsförderung wichtig, einen Appell an die vielen Offenbacherinnen und Offenbacher zu richten, die im Jahr 2020 auf das Rad umgestiegen sind:

Somit ruft die AG Radverkehrsförderung alle Radelnden auf, auch den Winter durchzuhalten. Mit dicker Kleidung und Handschuhen kann gemeinsam der Bike-Boom beibehalten werden. Für den Klimaschutz, zur Bekämpfung der Pandemie und zur Stärkung des nachhaltigen Verkehrs in Offenbach!