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Zwei Kröten in einer Hand und ein Molch auf einem Zaun
Die ersten Wanderer – hier zwei Erdkröten und ein Molch - sind unterwegs. © Stadt Offenbach
Der warme Februar sorgte für Aufbruchsstimmung: Unzählige Amphibien machen sich bereits jetzt auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Um diese zu erreichen legen sie lange Wege mit vielen Hindernissen zurück. Die größte Gefahr für  Kröte, Frosch und Molch sind die Straßen, die sie dabei überqueren müssen.

An alle Autofahrer richtet das Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz deshalb die Bitte, auf die Wanderung der Kröten im Sinne des Artenschutzes Rücksicht zu nehmen. Noch wichtiger als sonst ist es, so Amtsleiterin Heike Hollerbach, die Verkehrsregelungen einzuhalten: „Wo die Durchfahrt verboten ist, dürfen Autofahrer auch nicht hinein!“

In Rumpenheim und Bieber, auf der Rosenhöhe sowie am Buchrainweiher wurden von der Stadt Offenbach Amphibienzäune und Tunnel installiert, die den Wanderern den Weg ebnen. Doch nicht alle benutzen die geschützten Wanderwege und sind dann auf die Hilfe der Autofahrer angewiesen. Das Umweltamt appelliert an das Verständnis und die Rücksichtnahme aller Autofahrer: „Bitte fahren Sie langsam, wenn Ihnen eine Kröte im Scheinwerferlicht erscheint und bitte fahren und parken Sie nicht auf Waldwegen oder auf den Randstreifen zu Wald und Feld. Wenn die Wegen auch für den forst- und landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben sind, so gilt dies nicht für Privatfahrzeuge“, so Hollerbach. Gerade am Buchrainweiher werden immer wieder Kröten überfahren, obwohl die Durchfahrt generell gesperrt ist. Auch Hundebesitzer sind angesprochen Rücksicht zu nehmen, wenn sie mit dem Auto in den Wald fahren, um dort Gassi zu gehen. Das Parken an den Wegerändern unter Bäumen oder auf den Feldern ist ebenfalls nicht gestattet, hier werden oft richtiggehende Flurschäden durch die nassen Böden und die einsinkenden Autoräder hinterlassen.

Kröten gehören zu den ortsgebundenen Amphibien. Die Weibchen suchen also zum Laichen den Ort auf, an dem sie selbst das Licht der Welt erblickt haben. Dies funktioniert ganz automatisch. Sobald der Frost vorüber ist, verlassen sie den Wald, in dem sie den Winter in Erdlöchern oder Höhlen überdauern und machen sich auf den Weg. In Offenbach gibt es außer der häufig vorkommenden Erdkröte zum Beispiel noch den Grasfrosch und den Berg- und den Teichmolch. Auch der seltene Springfrosch wurde vereinzelt gesichtet.

1. März 2019