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Gemeine Wespe
© pixabay.com /skeeze

Das Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz gibt folgende Hinweise zum Umgang mit Wespenfallen:

Für die Vernichtung von Wespen in Fallen gibt es keinen vernünftigen Grund. Mit diesem Vorgehen wird die „Wespenplage“ nicht geringer, weil zu den Fallen nur die Tiere kommen, die zufällig gerade in der näheren Umgebung umherfliegen und den Geruch der in der Falle befindlichen Lockflüssigkeit wahrnehmen. Da Wespen zum Fang tierischer Nahrung für ihre Brut sich oft weit vom Nest entfernen, können diese Tiere aus mehrere hundert Meter entfernten Nestern stammen, wo sie oft für Menschen überhaupt nicht in Erscheinung treten. Als „fliegende Kleinraubtiere“, die ihre Brut ausschließlich mit tierischer Nahrung aufziehen, sind Wespen dem Menschen ausgesprochen nützlich. Sie fangen in großer Anzahl Fliegen, die Krankheitskeime verschleppen und Schmetterlingsraupen, die an Obstbäumen und Gemüse schädlich sind.

Neben den Wespen werden von den Fallen noch zahlreiche andere Insektenarten angelockt und ertrinken qualvoll in der Lockflüssigkeit. Neben Honigbienen und Hummeln sind darunter allseits beliebte Schmetterlinge, wie Tagpfauenauge, Admiral, Distelfalter, Kleiner und Großer Fuchs sowie etliche Arten der Nachtfalter, darunter die unter Naturschutz stehenden Ordensbänder. Auch geschützte Hirschkäfer und Bockkäfer ertrinken regelmäßig in solchen Fallen. Die eigentlichen „Zielobjekte“, Deutsche und Gemeine Wespe, werden jedoch kaum weniger, weil sie in Staaten mit mehreren Tausend Tieren leben und solche Verluste tragen können.

Das Töten von Tieren, auch der nicht speziell unter Naturschutz stehenden Arten, ohne vernünftigen Grund ist durch die allgemeine Artenschutzvorschrift, § 39 Absatz 1 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) verboten. Für das Anlocken und Töten von Wespen ist kein vernünftiger Grund vorhanden, da angemessenes Verhalten in der Regel ausreicht, Gefahrensituationen zu vermeiden.

Offenbach am Main, 19.06.2015
Gemeine Wespe pixabay.com /skeeze
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