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Holz und Unrat im Bieberbach
Holz und Unrat im Bieberbach © Stadt Offenbach

Die durch Zerstörung des Uferbereiches sowie an den umliegenden Bäumen entstandenen Schäden an der Bieber hatten zu einem Zeugenaufruf des Umweltamtes geführt. Daraufhin haben sich einige Menschen gemeldet, die beobachteten, dass zunächst spielende Kinder am Ufer bauten. Weitere Eingreifer warfen dann Baumstämme und Plastikabfall ins Gewässer und schlugen in Bäume lange Nägel ein. Ein Gemisch aus Stöcken, Brettern, Schnüren, Planen und Abfall führt zu erheblichen Problemen im Gewässer und zwar nicht nur ökologisch durch Plastikpartikel in der Natur oder der Entstehung einer Art Falle für am/im Wasser lebende Tiere, sondern auch strukturell wegen der Verstopfung von Durchlässen, Abflusshindernissen oder Überschwemmungen.

In diesem Fall, der in ganz Bieber die Gemüter erregt hatte, wurde zur Verfolgung des Schadens vom Umweltamt auch sofort die Umweltpolizei eingeschaltet, die in eigener Zuständigkeit ermittelt und prüft, ob eine Straftat vorliegt. Darüber hinaus sind die Untere Naturschutzbehörde und die Untere Wasserbehörde des Umweltamtes eingeschaltet.

Grundsätzlich stehen alle Bäume, die in der freien Natur außerhalb des Waldes wachsen, unter dem Schutz des § 39 Bundesnaturschutzgesetz und dürfen nicht beschädigt werden. Ebenso dürfen Gewässer nicht verändert, verschmutzt oder sonst beeinträchtigt werden.

Die Stadt steht sowohl mit den Zeugen als auch mit der Umweltpolizei weiterhin in Kontakt.

Vorrangig ist, insbesondere aus Verkehrssicherungsgründen, die Beseitigung des großen Lochs sowie die Einebnung der Gräben veranlasst. Das Loch ist immerhin knapp einen halben Meter tief und befindet sich auf einer städtischen Wegeparzelle. Der Weg ist unbeleuchtet und gleichzeitig durch Spaziergänger und Hundehalter hoch frequentiert, auch zu Dämmerungszeiten. Außerdem werden die Schäden an den Bäumen soweit möglich repariert bzw. die Äste abgeschnitten. 

23. April 2020