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Neue Broschüre der Deutschen Umwelthilfe erschienen

Blüte
© Stadt Offenbach

Offenbach, 11.01.2017

Mitteilung der Deutschen Umwelthilfe:

Städte sind menschengemacht und dienen hauptsächlich dazu, menschliche Bedürfnisse zu befriedigen. Städte sind somit scheinbar unvereinbar mit wilder Natur. Jedoch kann sich auch in Städten eine gewisse Wildnis entfalten, wenn natürliche Dynamik und Entwicklungsprozesse zugelassen werden. Urbane Grünstrukturen, die sich hierfür besonders eignen, sind Wälder, Flussufer und Auenbereiche, Feuchtgebiete und andere Relikte der ursprünglichen Naturlandschaft. Auch auf Stadtbrachen findet immer wieder – manchmal unbemerkt – natürliche Sukzession statt, bevor diese wieder neu bebaut oder anderweitig genutzt werden.

Urbane Wildnis fördern

Städte können Naturräume im Innenbereich fördern indem sie auf ausgewiesenen Flächen eine natürliche Sukzession zulassen. So wird urbane Wildnis zum Bestandteil der Grünausstattung der Stadt. Dies ist besonders wichtig für den Schutz der Biodiversität auf lokaler Ebene. Die Herausforderungen liegen in der Finanzierung, der Erstellung von Pflegekonzepten sowie in der dauerhaften Flächensicherung.

Wilde Natur für Stadtmenschen

Weltweit lebt heute die Mehrheit der Menschen in Städten, in Deutschland liegt der Anteil bei rund 75 Prozent. Damit diese Menschen wilde Natur in ihrer Umgebung erleben können, muss solche Natur in ihrer unmittelbaren Umgebung vorhanden sein. Neben der Bereitstellung geeigneter Flächen sind zielgruppenspezifische Kommunikationsstrategien und Umweltbildungsmaßnahmen notwendig.