Sprungmarken
Suche
Suche

Ab Ende dieser Woche beginnt die Stadt Offenbach als Präventionsmaßnahme mit dem Schutz von Eichen vor den Raupen des Eichenprozessionsspinners. Das Ordnungsamt rechnet anderenfalls mit einem erneuten Auftreten der Raupe im Stadtgebiet. Die Härchen dieser Raupe können bei Kontakt mit der menschlichen Haut schwere allergische Reaktionen auslösen. Aus diesem Grund bekämpfen Kommunen die kleinen Tiere.
Eichenprozessionsspinnerbekämpfung
© Stadt Offenbach
An Orten des öffentlichen Lebens mit einem größeren Eichenbestand wird das ökologische Biozid Neem Protect versprüht. Der darin enthaltene Wirkstoff Azadirachtin-Extrakt stammt aus dem Samen des Neem-Baumes. Die Wirkungsweise ist ebenso einfach wie effektiv: Die Raupen ernähren sich von den Blättern der Eichen und so gelangt das Biozid in deren Stoffwechselkreislauf. Azadirachtin bewirkt, dass die Raupen aufhören zu fressen und behindert so den Häutungsmechanismus. Nach bis zu sieben Tagen sterben die Raupen in der Regel ab – noch bevor sie ihre gefährlichen Härchen gebildet haben. 

Das Mittel, das auch in der ökologischen Landwirtschaft zum Einsatz kommt, wird insbesondere in den Eichenbeständen im Umfeld von Kindertagesstätten, Schulen, Altentagesstätten, Sportanlagen und Friedhöfen gesprüht. Das Ordnungsamt der Stadt betont, dass es sich bei Neem Protect nicht um ein Gift handelt. Das Mittel ist für Menschen und andere Säugetiere ungefährlich. Auch Nützlinge, die nicht an den Blättern der Eiche fressen, etwa die Honigbiene, sind durch den Wirkstoff nicht gefährdet.

Die Bekämpfungsmaßnahmen werden je nach Wetterlage voraussichtlich innerhalb von zwei Wochen abgeschlossen sein. Auch wenn es sich nicht um eine giftige Substanz handelt, wird den Anrainern der oben genannten Einrichtungen dennoch empfohlen, während des Besprühens Fenster und Türen geschlossen zu halten und den Aufenthalt im Außenbereich zu vermeiden.

Fragen zur Bekämpfungsaktion beantwortet Alexander Kratz vom Ordnungsamt der Stadt Offenbach unter der Telefonnummer 069 8065-3166.

Offenbach am Main, 30. April 2019