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Wie verhalten sich Bäume und ihre Wurzeln auf Tonböden und wie groß ist der Wasserentzug?

Baumwurzeln nehmen immer den Weg des geringsten Widerstands um an das von ihnen benötigte Wasser und den Sauerstoff zu kommen. Wenn Fachleute von "bindigen Böden" und damit Ton sprechen, haben es die Bäume schwer. Denn dieser Boden kann nur in den Randbereichen durchwurzelt werden. Bäume, die normalerweise lange Pfahlwurzeln ausbilden (Beispiel Stieleiche), schaffen es dann nicht mehr auf zwei Meter Tiefe sondern nur noch bis in 1,4 Meter Tiefe. 

Doch wie kommt der Baum überhaupt an das Wasser? Er saugt - und diese Saugkraft entsteht durch Verdunstung über das Laub - über die Leitungsbahnen des Baumes unter der Borke zieht dadurch der permanente dynamische Wasserfilm empor. 

Allerdings kann der Baum so nur einen Teil des Wassers entziehen - das sogenannte Totwasser wird durch starke molekulare Anziehungskräfte in den Poren des Tons gehalten. Hier versagen die Saugkräfte des Baumes. Sobald dieser Punkt erreicht ist, welkt der Baum. Er wirft dann alles Laum zum Überleben ab und verliert damit auch den größten Teil der Saugkraft. 

Weil Bäume ihren Standort mit dem eigenen Schatten kühlen, bleibt bei normalen Wasserverhältnissen der Wassergehalt der Erde stabil. Das Wurzelwerk hält darüber hinaus auch Regenwasser gegen die Schwerkraft zurück.