Sprungmarken
Suche
Suche

Die Energieeffizienzberatung für Unternehmen ist eine der erfolgreichsten Maßnahmen im Klimaschutzkonzept der Stadt Offenbach und hat bereits 2015 einen Preis auf Bundesebene im Kommunalen Klimaschutzwettbewerb gewonnen.</p>
Gruppenbild
Teilnehmer des Vernetzungstreffens vor der Honda-Ladesäule in Waldhof. © Stadt Offenbach

Oberbürgermeister Horst Schneider begrüßte bei Honda zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus den Betrieben, die größtenteils bereits erfolgreich an der Energieeffizienzberatung – die es seit 2013 gibt – teilgenommen haben. Auf Einladung des Amtes für Umwelt, Energie und Klimaschutz traf man sich zum Austausch, um aktuelle Themen und z.B. erfolgreich umgesetzte Maßnahmen zu diskutieren. Insbesondere wurden dieses Mal innovative Projekte zur Elektromobilität vorgestellt, z.B. die europaweit erste 940V-Schnellladesäule von Honda, Thema war auch die Mitarbeitermotivation zum Energiesparen.

Nach kurzen Vorträgen ergab sich eine lebhafte Diskussion unter den Teilnehmern, die wichtige Fragen rund um das Thema Abrechnung des Stroms an den Ladesäulen beschäftigten. Höhepunkt war die Besichtigung der Schnellladestation vor Ort inklusive Betankung des E-Autos einer Teilnehmerin. Der Projektleiter Martin Stadie von Honda erläuterte die Besonderheit und die Einzigartigkeit der Ladesäulentechnik. Die Firma Honda R&D (Deutschland) GmbH baut und betreibt die Ladesäule in einem der modernsten Photovoltaik-Carports am eigenen Firmensitz in Bieber Waldhof. Die Anlage gehört zum Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Smart Company“. Vier Elektrofahrzeuge können zur gleichen Zeit mit insgesamt maximal 150 Kilowatt geladen werden. Ein dynamisches Lademanagement sorgt für die Energieverteilung. Kostenlos können auch Elektrofahrräder und Elektroroller an der Station geladen werden. Die Stadt Offenbach mit dem Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz und die regionale Projektleitstelle „Modellregion Elektromobilität Rhein-Main“ unterstützen dieses Forschungsprojekt.

Honda Vize Präsident Jörg Böttcher und Martin Stadie berichteten auch über weitere Neuerungen und Projektideen bei Honda. Rainer Stähle von GKN Driveline berichtet von der Teilnahme des Unternehmens am IHK-Projekt Energie Scouts, bei dem das Unternehmen bereits zum dritten Mal teilnimmt. Dort gestalten Auszubildende die Suche nach Energieschwachstellen im Unternehmen selbst. Die Auszubildenden haben einen großen Wert als Multiplikatoren, denn deren Wissen wird nach der Ausbildung in die verschiedensten Abteilungen weitergetragen.

Im Mittelpunkt jedes Treffens stehen die teilnehmenden Unternehmen und deren Austausch. „Wir wissen, einige der Unternehmen sind schon vor Jahren bei unserer Energieberatung für Unternehmen dabei gewesen und haben schon einige Maßnahmen umgesetzt, außerdem wurde angeregt, doch miteinander im Gespräch zu bleiben. Das greifen wir natürlich gerne auf, wie schon bei den ersten zwei Treffen. Wissen kann weitergegeben werden, alle Unternehmen können davon profitieren, sich auch als Ansprechpartner  kennenzulernen, um es bei der Umsetzung von Maßnahmen leichter zu haben“ erläutert Heike Hollerbach den Grund für das Netzwerktreffen. Mindestens einmal im Jahr kommen die Unternehmen zusammen, die Inhalte richten sich ganz nach den Wünschen der Beteiligten. Das Thema Mitarbeitermotivation stand beispielsweise beim letzten Treffen auf den Wunschzetteln der Unternehmen.

Heike Hollerbach, Leiterin des Amtes für Umwelt, Energie und Klimaschutz, moderierte das Gespräch: „Bisher haben wir in 5 Projektgebieten fast 100 Unternehmen seit 2013 beraten,  jedes Unternehmen im Gebiet wird durch unsere Fachreferentin für Klimaschutz und Biodiversität Dorothee Rolfsmeyer und eine Energieberaterin aufgesucht, für Unternehmen jeder Größe und Branche. Maximal dauert die kostenlose Beratung zwei Stunden. Im Ergebnis wünschten sich die Unternehmen ein Netzwerk, um gemeinsam die Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen.“

Gemeinsam mit den Partnern der IHK, der Wirtschaftsförderung und der Kreishandwerkerschaft ist es das Ziel zu Erfahrungen, Herausforderungen, Innovationen, individuelle Anliegen, bereits umgesetzte Energie- und Klimaschutzmaßnahmen und natürlich Erfolge zu berichten und sich auszutauschen. Der Termin für das nächste Treffen steht schon fest und dann heißt Gastronom Eric Münch die interessierten Unternehmen am 18. April 2018 im Restaurant Schiffchen in Rumpenheim willkommen.

Dorothee Rolfsmeyer ist weiterhin Ansprechpartnerin für den Kreis der Unternehmen: „In Kürze – mit Auftakt am 18. Januar 2018 – startet eine neue Runde der Vor-Ort-Beratung im Gewerbegebiet Sprendlinger Landstraße. Unternehmen, die sich schon vorher über Energieeffizienzthemen informieren oder sich anmelden möchten, können sich jederzeit beim Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz melden“

Kontakt: umweltamtoffenbachde, 069-8065 2557 oder www.offenbach.de/klimaschutz

An der Ladestation
Projektleiter Martin Stadie erläutert Heike Hollerbach vom Umweltamt und Energieberaterin Melanie Schlepütz das Aufladen eines Wagens an der Ladestation. © Stadt Offenbach

Offenbach am Main, 30. Oktober 2017