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Die Rußrindenkrankheit ist an Bäumen im Schlosspark Rumpenheim aufgetreten. Die Krankheit befällt vor allem Ahorn-Arten, manchmal auch Platanen. Sie ist an den Bäumen nicht heilbar. Bereits in der Vergangenheit wurden vereinzelte Fälle immer wieder mal festgestellt. Nach den jüngsten Fällungen ist jedoch das aktuelle Ausmaß sichtbar geworden: Rund 100 Ahornpflanzen sind nach jetzigem Kenntnisstand betroffen – so viele wie nie zuvor.

Es handelt sich überwiegend um Schößlinge, das heißt sehr junge Bäume mit einem geringen, oftmals noch nicht einmal daumendicken Stammdurchmesser. Die betroffenen Pflanzen sind bereits alle zum Fällen gekennzeichnet worden.

Der für die Krankheit verantwortliche Pilz fällt durch schwarze Sporen auf, die sich – wie der Name sagt – im späteren Krankheitsverlauf in einer dicken Schicht auf der Rinde ansammeln und beim Menschen Reizungen der Atemwege verursachen können. Im Schlosspark tritt die Rußrindenfäule gehäuft in dem Bereich auf, der ohnehin wegen der Arbeiten an der Zuwegung zur Zarenlinde für Spaziergänger gesperrt ist, aber auch an anderen Ahornbäumen im Schlosspark. Die zunehmenden heißen Sommer mit langen Trockenzeiten wie im letzten Jahr begünstigen die Infektion mit dem Pilz. Der durch Wassermangel geschwächte Baum bietet dem Pilz optimale Bedingungen.

Park vorsorglich gesperrt

Für Spaziergänger und Anwohner des Schlosses stellen die Sporen in der Regel keine Gefährdung dar. Weil der Park aber gerne auch von Kindergruppen besucht wird, die dort spielen, hat die Stadt in Absprache mit dem Stadtgesundheitsamt, dem Amt für Stadtplanung-, Verkehrs- und Baumanagement, dem Umweltamt sowie dem mit der Baumpflege betrauten Geschäftsfeld Stadtservice der Stadtwerke Unternehmensgruppe den Park vorsorglich bis auf weiteres sperren lassen. Spaziergänger werden gebeten, diese Absperrung zu beachten und vor allem Kinder dort fernzuhalten.

Die erkrankten Bäume müssen in Schutzkleidung gefällt, abtransportiert und anschließend verbrannt werden, um eine weitere Verbreitung des Pilzes zu verhindern. Während der Fällarbeiten sollten die Anwohner des Schlosses ihre parkseitigen Fenster vorsorglich geschlossen halten. Die Arbeiten sollen bis zum Beginn der Vogelbrut im März beendet sein. Die Absperrung des Parks wird voraussichtlich bis nach der Fällung und dem Abtransport der betroffenen Bäume andauern.

Krankheit tritt nach heißen, trockenen Sommern auf

Die Rußrindenkrankheit tritt vor allem nach heißen Sommern mit langen Trockenzeiten auf, wenn die Bäume geschwächt sind – der vergangene Sommer hat also optimale Bedingungen für den Pilzbefall geschaffen. In Parks bereitet er sich wegen des geringen Abstands zwischen den Bäumen besonders schnell aus. Bei den erkrankten Exemplaren handelt es sich zum deutlich überwiegenden Teil um junge Schösslinge, die sich selbst ausgesät haben.

07.02.2019