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Blaumeise mit Futter
Die niedlichen Blaumeisen naschen am liebsten Nüsse und Kerne. © pixabay
Während viele Vögel jedes Jahr dem kalten Winter in Richtung Süden entfliehen, gibt es auch einige Vögel, die bei uns bleiben. Es macht großen Spaß, diese Wintervögel zu beobachten. Zudem kann die eigene Artenkenntnis aufgefrischt werden. Da auch die überwinternden Vögel Schwierigkeiten haben, genug Nahrung zu finden, kann von November bis Februar zugefüttert werden.

Jeder Vogel is(s)t anders:

Im Winter kommen deutlich mehr Vögel zur Futterstelle und die hygienischen Bedingungen sind besser. Dabei gibt es ein paar Dinge zu beachten, denn, was viele nicht wissen: Die unterschiedlichen Vögel haben ganz unterschiedliche Nahrungsvorlieben.

Wir zeigen Ihnen hier die häufigsten Vögel im Winter und wie Sie Ihnen eine Gaumenfreude bereiten können. Wichtig ist, dass das Futter so ausgelegt wird, dass die Vögel keiner Gefahr ausgesetzt sind. Futterspender verhindern, dass das Futter verschmutzt wird. Nüsse und Obst sollten stets ungesalzen und möglichst unbehandelt sein.

Als Basisfutter, das im Zweifel von fast allen Arten gefressen wird, eignen sich Sonnenblumenkerne.

Kohlmeise und Blaumeise

Gehackte Nüsse, z.B. Erdnüsse, Sonnenblumenkerne. Achtung: Bitte verzichten Sie unbedingt auf Meisenknödel, die in Plastiknetzte eingewickelt sind, da sich die Vögel darin verfangen können.

Grünfink

Gehackte Nüsse, ölhaltige Samen (Hanf & Mohn), Sonnenblumenkerne

Amsel

Äpfel, Rosinen, Haferflocken, gehackte Nüsse, Mehlwürmer, geschälte Sonnenblumenkerne, getrocknete Beeren

Haussperling

Allesfresser, gehackte Nüsse, Fettfutter, Rosinen, getrocknete Beeren

Grünspecht

Äpfel, Erdnüsse (Fettblock mit Erdnüssen oder Mehlwürmern)

Eichelhäher

ganze Erdnüsse, Maiskörner, Eicheln

Rotkehlchen

Gehackte Nüsse, Getreideflocken, Mehlwürmer, Rosinen in Kokosfett/Talg
Ein Erlenzeisig in einer Futterschale
Zu Besuch: der Erlenzeisig verbringt nur den Winter bei uns. © pixabay

Gefiederte Gäste auch bei uns

Einige Vögel kommen in manchen Wintern aus dem Norden und Osten zu uns, um hier zu überwintern, dazu gehören zum Beispiel Bergfink, Erlenzeisig und Seidenschwanz. Interessant ist auch, dass manch „traditioneller“ Zugvogel inzwischen auf Grund des milderen Klimas auch in der kälteren Jahreszeit bei uns bleibt, hierzu gehören Mönchsgrasmücke und Hausrotschwanz.

Vogelbeobachter und solche, die es werden wollen, kommen also auch im Winter noch auf Ihre Kosten und können zum Teil Vögel entdecken, die sonst nicht in Deutschland zu beobachten sind. Auch Kinder haben großen Spaß daran, die Natur und ihre Bewohner zu entdecken. Wer sich unsicher ist bei der Vogelbestimmung, dem hilft ein Bestimmungsbuch mit Bildern oder die kostenlose App „Vogelführer“ von NABU.

Quelle: NABU