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Barrierefreier Einstieg in das Fahrzeug durch die Niederflurtechnik.
© SOH
So mobil Menschen mit einer Behinderung sein können, spätestens an so mancher Bushaltestelle sind sie auf die Hilfe Mitreisender angewiesen: Die Überbrückung von rund sechs bis acht Zentimetern wird da für Manchen zum Problem und stellt somit eine enorme Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit dar. Daher wurden bereits seit 2000 insgesamt 295 Haltepositionen barrierefrei umgebaut, bis zum kommenden Jahr werden nun die fehlenden 18 Haltestellen angegangen. Damit ist der Öffentliche Nahverkehr in Offenbach ab Sommer 2020 barrierefrei.

Der Umbau der fehlenden Haltepositionen erfolgt auf der Grundlage der Nahverkehrspläne der Stadt Offenbach 2013 bis 2017 (am 7. Februar 2013 von den Stadtverordneten beschlossen) sowie 2018 bis 2022 (am 2. November 2017 von den Stadtverordneten beschlossen). Diese berücksichtigen die Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG), des Gesetzes über den Öffentlichen Personennahverkehr in Hessen (ÖPNVG) sowie des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG), Menschen, die in ihrer Mobilität oder sensorisch eingeschränkt sind, eine barrierefreie Nutzung des Nahverkehrsangebotes bis spätestens 2022 zu ermöglichen.

„Dafür werden 16 Bestandshaltestellen jeweils auf eine Länge von 20 Metern angefasst, immerhin ist ein Gelenkbus auch 18 Meter lang“, erklärt der zuständige Referatskoordinator für den Bereich Verkehrsplanung, Stadtgestaltung und Straßenverkehrsbehörde beim Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement, Horst-Ingo Kupfer: „Hinzu kommen zwei neue Haltestellen.“
Die „Kasseler Sonderborde“ haben eine Bordsteinhöhe von 22 Zentimetern, statt die klassischerweise verbauten regulären Bordsteine. Diese haben eine Höhe zwischen 12 und 15 Zentimetern und stellen daher insbesondere für Rollstuhlfahrer beim Ein- und Aussteigen eine gefährliche Hürde dar.

Außerdem werden die Haltestellen mit taktilen Leitelementen ausgestattet, die Halt und Orientierung bieten. Auch die Zuwegungen zu den Haltestellen werden in einigen Fällen mit umgebaut: So sind in einigen Fällen Bordabsenkungen auf Null-Niveau zur besseren Fahrbahnquerung oder Ausstattungen an Lichtsignalanlagen für Sehbehinderte mit vorgesehen.

Stand: August 2019