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Radfahrerin in Einbahnstraße
Radfahrerin in Einbahnstraße © Stadt Offenbach am Main
Beim Überqueren des Fußgängerüberwegs beinahe von einem abbiegenden Fahrzeug erfasst werden oder als geradeausfahrender Radfahrer beinahe touchiert werden: fast jeder kennt die Situation oder hat sie selbst schon erlebt. Zur unvermeidlichen Schrecksekunde gesellen sich in einigen Fällen verbale Entgleisungen, das Klima unter den Verkehrsteilnehmern ist biszuweilen geprägt von Misstrauen und Darwinismus.

Ist diese Feindseligkeit das eherne Gesetz der Straße, fragten sich die Initiatoren der Kampagne "Offenbach fährt fair" oder lassen sich mit Toleranz und Freundlichkeit neue Wege beschreiten.

„Fast jeder Rechtsabbieger im Auto übersieht uns am CINEMAXX. Einmal machte ich spontan eine Dankesgeste zu einem hin, der meine Vorfahrt beachtete, und ich war ganz überrascht, wie der sich freute!“, berichtet Dr. Wolfgang Christian, passionierter Fahrradfahrer und Mitglied im Allgemeinen Deutschen Fahrradclub e.V.(ADFC).

Höflichkeit statt schlechter Laune

Damit war die Idee geboren und mit der Fußgängerorganisation FUSS e.V. und der Verkehrswacht waren schnell noch weitere Interessenvertreter im Boot. Auch mit dem Allgemeinen Deutschen Automobilclub (ADAC) wurde Kontakt aufgenommen, dieser hat bis dato nicht auf die Anfrage reagiert. Positiv reagierte auch das Amt für Stadtplanung, Verkehr und Baumanagement auf die Initiative und gemeinsam wurde die Kampagne entwickelt, die von zahlreichen kommunalen Multiplikatoren unterstützt wird. So sind auf den Plakaten neben dem Magistrat und Amtsleiterinnen und Amtsleitern, Stadtverordneten, Schulleitern und Lehrern, Sozialarbeitern und Selbstständige zu sehen, die sich persönlich für mehr Fairness im Straßenverkehr einsetzen.