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Pedelec auf der Straße
© SOH / Alex Habermehl

Steigende Nutzerzahlen bei gleichzeitiger Zunahme der Verleihvorgänge: „Das elektromobile Sharing-Angebot in Offenbach wird zunehmend besser angenommen,“ bilanziert Mobilitätsdezernentin Sabine Groß. Mit dazu beigetragen habe die im Juni eingeführte kostenlose Pedelec-Ausleihe in den ersten 30 Minuten und der vereinfachte Zugang über die eMobil RheinMain-App. Von August 2019 bis August 2020 haben sich 291 Kundinnen und Kunden neu angemeldet. Der Bestand angemeldeter Nutzer hat sich damit in diesem Zeitraum auf insgesamt 1.274 erhöht. Bis Ende August 2020 fanden 1.501 Verleihvorgänge statt (Pedelecs und eAutos). Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 1.094.

Einen deutlich erhöhten Anstieg der Verleihvorgänge gab es mit Einführung der 30 Freiminuten bei der Pedelec-Miete zwischen Juni und August in diesem Jahr. Gegenüber 292 Verleihvorgängen im Vergleichszeitraum 2019 wurden die Pedelecs in den drei Sommermonaten 699 Mal gemietet. Sabine Groß sagt dazu: „Die in den ersten 30 Minuten kostenlose Pedelec-Ausleihe zeigt Wirkung und motiviert dazu, die Leihräder mit elektrischer Antriebshilfe auszuprobieren oder häufiger zu nutzen.“ Auch die neue eMobil-App erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Mit 172 Buchungen gleich nach der offiziellen Einführung im Juni 2020 war die App gegenüber den anderen Zugängen wie Webseite (51 Buchungen) und Informationsstelle (56 Buchungen) deutlicher Spitzenreiter.

Die Nutzung des eCar-Sharing ist im gleichen Zeitraum zurückgegangen. So verringerten sich die Fahrtumsätze aus dem Verleihbetrieb der ePKW bis Ende August 2020 um 42,5% gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum. Dies entspricht dem Trend auch bei anderen Anbietern von Car-Sharing. Eine mögliche Erklärung dafür ist die Corona-Pandemie.       

„Die Mobilitätswende kann nur gelingen, wenn attraktive Alternativen zum motorisierten Individualverkehr angeboten werden. Als einen Baustein habe ich daher nach dem Vorbild StadtRad Hamburg die kostenfreie 30-minütige Nutzung der Pedelecs eingeführt“, so Groß. Als Ergänzung klassischer Verkehrsmittel wie Bus und Bahn sei das innovative und nachhaltige eMobil-Verkehrsangebot ein wichtiger Bestandteil des ÖPNV und damit Teil kommunaler Daseinsvorsorge. eMobil ermögliche in Kombination mit den künftigen eBussen eine komplett elektrische und damit lokal emissionsfreie Tür-zu-Tür-Mobilität. „Wenn wir mit Hilfe eines gut ausgebauten und elektrifizierten Nahverkehrsangebotes Luft und Straßen entlasten, erhöht das die Lebensqualität in Offenbach“, so die Dezernentin. „Dazu müssen wir die Mobilität im Ballungsraum neugestalten und es mit innovativen, nutzerfreundlichen Angeboten ermöglichen, vom eigenen Auto umzusteigen.“ So kann ein gesellschaftliches Umdenken und eine Verhaltensänderung erzeugt werden. „Die Kommunalpolitik sollte hier bei den Menschen keine Zweifel säen, sondern diesen Prozess kraftvoll und ideenreich unterstützen. Von weniger Autoverkehr in der Stadt profitieren am Ende alle. Durch bessere Luft, weniger Lärm und wenn dadurch auf ein eigenes Auto verzichtet würde, stünde durch den Wegfall von Parkraum mehr öffentlicher Raum für andere Nutzungen zur Verfügung. Sharing-Angebote können dabei eine große Rolle spielen“, zeigt sich Groß überzeugt. 

Gemeinsam mit Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke hat Mobilitätsdezernentin Groß eine vergünstigte eMobil-Nutzung für Bedienstete der Stadtverwaltung auf den Weg gebracht. „Oberbürgermeister Felix Schwenke danke ich dafür, dass er diese Initiative unterstützt hat“, so Sabine Groß.    

Hintergrund

Das elektromobile Car- und Bike-Sharing wurde 2015 durch die Stadtverordnetenversammlung auf den Weg gebracht, im Jahr 2017 die Elektrifizierung der Busflotte.

24. September 2020

Pedelec auf der Straße SOH / Alex Habermehl
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