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Bahn
© Stefan Schweihofer/ pixabay.com
Die Stadt Offenbach unterstützt die Idee einer neuen Straßenbahnverbindung zwischen Frankfurt und Offenbach. Wie Planungsdezernent Paul-Gerhard Weiß in Reaktion auf eine Pressemeldung der Industrie- und Handelskammer Offenbach (IHK) betont, hat sich die Stadt bereits in den vergangenen Jahren für eine solche Linie ausgesprochen. Bereits im Mai 2015 haben die beiden Städte auf Initiative des Urban Land Instituts (ULI) verschiedene Ideen für eine grenzübergreifende Kooperation der Städte erarbeitet. Zu den Inhalten, die der Bericht mit dem Titel „Ein Stadtraum ohne Grenzen“ aufzählt, gehört auch eine Zusammenarbeit im Nahverkehr.

Im Mittelpunkt stand und steht die Forderung Offenbachs nach einer neuen S-Bahnlinie auf der Südseite des Mains, die von Aschaffenburg über den Offenbacher Hauptbahnhof bis nach Frankfurt führt. Neben der sogenannten Südtangente sollte aber auch das Straßenbahnnetz über beide Städte verknüpft werden, um den wachsenden Pendlerverkehr zwischen den Städten von der Straße auf die Schiene zu verlagern. „Eine Verlängerung der Straßenbahnstrecke in die Offenbacher Innenstadt oder sogar weiter nach Fechenheim wäre eine ebenso sinnvolle wie notwendige Ergänzung der bestehenden Schienenwege in der Region“, sagt Weiß. Auch er begrüßt eine Machbarkeitsstudie, deren Finanzierung aber erst noch zu klären wäre. „Die Vorteile liegen aber schon heute auf der Hand: Offenbach würde besser an den Frankfurter Südbahnhof und das dortige U-Bahnnetz angebunden werden. Auch wäre der Frankfurter Fernbahnhof parallel zur S-Bahnstrecke von Offenbach aus per Tram erreichbar.“

Sowohl eine neue Straßenbahnverbindung als auch die Südtangente sind aus Sicht der Stadt Offenbach schon deshalb sehr wichtig, weil der S-Bahntunnel in Frankfurt seine Kapazitätsgrenze erreicht hat und das steigende Mobilitätsbedürfnis den Ausbau der Schienentrassen im Zentrum des Rhein-Main-Gebiets erfordert. „Ich sehe die Deutsche Bahn und den RMV in der Verantwortung, die Anbindung Offenbachs ans regionale und Schienennetz nicht nur zu erhalten, sondern weiter zu verbessern, insbesondere, da seit vielen Jahren kein ICE-Halt mehr am Offenbacher Hauptbahnhof existiert“, so Weiß weiter.

Wie die für den Nahverkehr und RMV zuständige Stadträtin Sabine Groß mitteilt, hat die Stadt Offenbach in diesem Zusammenhang auch die möglichen Auswirkungen durch den Ausbau der nordmainischen S-Bahnstrecke im Blick: „Auf keinen Fall darf sich die Anbindung Offenbachs durch eine Verlagerung von S-Bahnverbindungen auf die nordmainische Seite verschlechtern. In den entsprechenden Gremien, unter anderem im RMV-Aufsichtsrat, halten wir dieses Thema auf der Tagesordnung“, betont Groß. Aus ihrer Sicht sind für die Finanzierung der notwendigen Investitionen neue Modelle notwendig.

 

Offenbach am Main, 20. März 2019